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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

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Inhalt

Ema, eine Ärztin, die vor Kurzem in den Ruhestand getreten ist und die Toten sehen kann, versucht, den Tod ihrer Mutter sowie ihre eigenen ungeklärten Angelegenheiten zu verarbeiten. Die Ankunft ihrer Nichte Julie und der Mord an drei Jugendlichen in Piedrabuena – einem von Gewalt geprägten Vorstadtviertel – lösen ein seltsames Phänomen aus, das das zerbrechliche Gleichgewicht zwischen den Lebenden und den Toten stört.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Geistergeschichte, Ghetto-Drama und Generationskonflikt verwebt Pablo Larraín (Maria) zu einer gediegenen Groteske, die ihre Lowbrow-Inspirationen zugunsten eines bildungsbürgerlichen Zielpublikums verleugnet. Der verkrampfte Umgang mit den narrativen Formen, die der chilenische Regisseur in der auch visuell tristen Filmfassung seiner makabren Miniserie adaptiert, konterkariert das kalkulierte Konstrukt eines provokanten Pendandts zu seinen inszenatorischen Ikonographien prominenter Persönlichkeiten. Weibliche Figuren stehen indes auch im Zentrum dieser bizarren Spukgeschichte, die vor der Kulisse eines von Kriminalität gezeichneten Viertels Buenos Aires die Geister der Vergangenheit einer paranormal veranlagten Familie beschwört.


Deren Oberhaupt ist die ehemalige Chefärztin Emma (Mercedes Morán, El Reino – Dein Reich komme), die nach ihrer unfreiwilligen Pensionierung im Haus ihrer vor kurzem verstorbenen Mutter mit deren Gespenst zurückbleibt. Aus der parapsychologischen Perspektive der pragmatischen Protagonistin erscheinen die jenseitigen Phantome unter den Lebenden wie neurotische Dauergäste. Ihr Jammern, Klagen und Stöhnen gerinnt zur akustischen Konstanten, deren ermüdende Monotonie ungewollt die dramatische Stagnation des Geschehens spiegelt. Ist

auf Mariana Enriquez Kurzgeschichten basierende Szenario erst etabliert, kreist der elliptische Plot nur noch um die eigene abstruse Achse.


Emmas egozentrische Schwester Lidia (Alejandra Flechner, 27 Nächte) und ihr Schwager Tomas erscheinen unangemeldet mit ihrer krankhaft adipösen Tochter Julie (Carolina Alvarez). Letzte teilt Emmas geistersichtige Gabe, schwelgt damit jedoch in spiritistischen Sexabenteuern. Die als voyeuristisches Spektakel inszenierten Orgien mit Toten demaskieren endgültig den menschenverachtenden Chauvinismus und Elitarismus des pseudo-provokanten Psychohorrors. Seine Frauenfiguren degradiert er zu psychisch und physisch monströsen Projektionsflächen von Schaulust und Sexualisierung. Klassistische Klischees und elitärer Intellektualismus verengen das soziologische Setting zum bourgeoisen Zerrbild gewaltbereiter Ghettoisierung. 


Fazit

Sex und Tod sind die klassischen Kontrastpunkte Pablo Larraíns paranormaler Perversions-Phantasie, deren elitäre Exploitation-Exzesse passables Schauspiel nur katalysiert. Der Kamerablick trieft vor ableistischer Arroganz, sadistischer Schaulust und elitärer Aggression. Frauen abseits ästhetischer Normen werden sexualisiert, stigmatisiert und verspottet als Zielscheibe von Ekel-Extremen. Deren Paradebeispiel ist eine vom medial ausgeschlachteten Tod Elisa Lams inspirierten Episode, die fettleibige Körper als monumental-monströses gesellschaftliches Gift darstellt. Der Horror des Grusel-Kabinetts misogyner Karikaturen ist die mit Arthouse-Anspruch vorgetragene Entmenschlichung aller, die sozial, ethnisch, psychisch oder physisch als abweichend gelesen werden. 

Kritik: Lida Bach

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