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Martha hat sich gerade erst vom fremdgehenden Freund getrennt, und es war wahrhaftig keine schöne Angelegenheit. Jetzt eiert sie ein bisschen ziellos durch die Gegend, weiß nicht, wer in ihrem Freundeskreis von dem Betrug gewusst hat, und stößt auf den ganz manierlich anmutenden Francis. Der ist seinerseits von Martha angetan, doch muss er gerade ein paar Leute umlegen und außerdem einer Horde von Killern entkommen, die es auf ihn abgesehen haben. Martha glaubt von dem ganzen Mist kein Wort, bevor die Realität sie überzeugt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Du bist keine Versagerin. Du bist ein unfertiges Gesamtkunstwerk.“

Was macht eigentlich den perfekten Partner aus? Oder noch konkreter: Wie imaginiert eine Frau ihren Traummann? Gibt es womöglich ein allgemeingültiges Muster, aus dem sich eine akkurate Gleichung ableiten lässt, die das weibliche Geschlecht grundsätzlich zur Glückseligkeit geleitet? Beruflich erfolgreich, mit stahlblauen Augen und einem Intelligenzquotient von über 120? Wohl kaum. In der grellbunten Genre-Mixtur Mr. Right von Paco Cabezas (Tokarev) wird dem Zuschauer anhand des Beispiels der frisch getrennten Martha (Anna Kendrick, Mike and Dave Need Wedding Dates) jedenfalls vor Augen geführt, dass man den vollendeten Lebensgefährten nicht suchen kann: Er platzt vielmehr unangekündigt in den Alltag hinein. Vor allem dann, wenn man am wenigsten damit gerechnet hat (oder gar die Hoffnung auf eine neue Liebe bereits konsequent im Alkohol ertränkte).

Das klingt nun, als wäre Mr. Right ein Film vom Schlage Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück. Paco Cabezas und Max Landis, der zuletzt mit American Ultra seinen Faible für eigenwillige Genre-Hybridisierungen betonierte, erzählen Mr. Right keinesfalls als reine romantische Komödie. Stattdessen bricht man mit der Einführung des sprücheklopfenden Francis (Sam Rockwell, The Green Mile) in neue tonale Gefilde auf: Der Auftragskiller-Posse. Francis nämlich ist eine berühmt-berüchtigte Kampfmaschine, an dessen Überführung sich bereits NSA, FBI und Interpol die Zähne ausgebissen haben. Wie Seelenverwandte (und diese Wortwahl bestätigt der Film mit zunehmender Laufzeit beharrlicher) finden sich Martha und Francis. Der Altersunterschied spielt keine Rolle, das tödliche Handwerk von Francis allerdings umso mehr, gerade weil Martha zu Beginn noch glaubt, der charmante Gockel würde bezüglich seiner Berufsausübung flachsen.

Der lichtdurchflutete Mr. Right aber ist ein Musterexemplar dahingehend, wie es aussehen kann, wenn Filmemacher nicht merken, dass 'lachhaft' und 'lustig' nicht demselben Gedanken entspringen. Bemüht um Eigenwilligkeit versuchen Paco Cabezas und Max Landis ständig eine Schippe auf das skurrile Treiben draufzulegen: Waren die tänzerischen Kampffertigkeiten von Francis vorerst noch durchaus amüsant anzuschauen, nutzen sich die zeitlupevernarrten Action-Sequenzen darauf doch recht zügig ab und erklären Mr. Right zur hyperaktiven und leidlich vergnüglichen Genre-Menage. Dass sich Anna Kendrick und der zu häufig unterschätzte Sam Rockwell an vorderster Front spielfreudig präsentieren, ändert zudem nichts an dem Umstand, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern keine Funken schlägt, wie es bei Kristen Stewart und Jesse Eisenberg in American Ultra der Fall war. Ein dröges Gesamtpaket im Kugelgewitter.

Fazit

Gewollt, aber nicht gekonnt. Angelehnt an das alltägliche Skurillitätenkabinett eines Quentin Tarantino versuchen Paco Cabezas und Max Landis auch "Mr. Right" zur eigenwilligen Genre-Menage zu erheben. Herausgekommen ist dabei allerdings lediglich ein dröger, erfogloser Versuch, aus der Masse herauszustechen. Immerhin zeigen sich Anna Kendrick und Sam Rockwell spielfreudig, wenngleich die Chemie zueinander nicht wirklich stimmt.

Autor: Pascal Reis

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