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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Auf ihrer Expedition sind Riko und Reg bereits bis in die fünfte Tiefenschicht vorgedrungen und ein geheimnisvolles Wesen namens Nanachi kann sie in letzter Sekunde aus misslicher Lage befreien. Die beiden überzeugen sie, sich ihnen anzuschließen und beim Abstieg zu begleiten. Während Nanachis Wissen um die tieferen Schichten der Gruppe sehr gelegen kommt, scheint auch ein Wiedersehen mit dem brutalen Lord Bondrewd unumgänglich. Denn dieser wacht am einzigen Zugang zur sechsten Tiefenschicht in Idofront und so muss sich die Gruppe im Kampf ihrem Widersacher stellen. Denn nur wenn es ihnen gelingt Bondrewd auszuschalten, können sie den Altar zur sechsten Tiefenschicht passieren und ihrem Expeditionsziel wieder ein Stück näher kommen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Made in Abyss ist ein kontroverser Anime, dessen niedliches Erscheinungsbild lediglich Mittel und Zweck ist, um den Schock der dargestellten Inhalte noch zu steigern. Das Werk aus dem Jahre 2017 hat sich längst zu einem offenen Geheimtipp entwickelt, der nun mit einem Spielfilm die Geschichte weiter vorantreibt.

Der Arc, den Seelen der Finsternis behandelt, knüpft direkt an das Ende der ersten Staffel an und begleitet Riko, Reg und Nanachi auf dem Weg tiefer in den Abyss hinunter. Ziel ist vorerst die sechste Tiefenschicht, die allerdings nur über einen Altar in Idofront zu erreichen ist, welcher von einer Weißpfeife namens Bondrewd und seinen Schergen bewacht wird. Was die Gruppe im Zuge dessen erlebt, kann bestenfalls als temporärer Albtraum betitelt werden. Gewohnt brutal und ohne heuchlerisch den Ernst der Situationen zu untergraben, konfrontiert auch der Film seine Zuschauer mit deliriumbehafteten Bildern, in denen sich Bondrewd zu einem der grausamsten Antagonisten entwickelt, der mit seiner vordergründig freundlichen und aufgeklärten Art, einen harschen Kontrast zu den menschenverachtenden Experimenten, die unter seiner Aufsicht geschehen, schafft. Die Truppe lernt dabei auch Bondrewds Ziehtochter Prushka kennen, deren Herkunft ebenfalls erbarmungslos im späteren Verlauf enthüllt wird.

Was auch der Film mühelos schafft, ist die Verknüpfung der Slapstick-Elemente und den ernsteren Abschnitten, die in Seelen der Finsternis überwiegen und ein dichtes Geflecht aus beklemmenden Momenten weben. Dabei ist oft die Frage, in wie weit Wissenschaft und der Durst nach neuen Erkenntnissen die Berechtigung haben, moralisch-verwerfliche Entscheidungen zu treffen und am lebenden Objekt Experimente durchzuführen, die früher oder später zu einem Durchbruch führen könnten. Emotional befangen kann der Zuschauer diese Frage nicht beantworten und fokussiert auf das Dreier-Gespann ist es auch nicht die Intention, das große Ganze dieser Unternehmungen zu erfassen. Das Ziel ist weiterhin klar: So tief wie möglich in den Abyss vorzudringen und Rikos Mutter Liza zu finden, deren letztes Lebenszeichen aus einer der gefährlichsten Tiefenschichten gekommen war.

Made in Abyss: Seelen der Finsternis ist visuell durch das Studio Kinema Citrus stilsicher und qualitativ hochwertig umgesetzt, die Musik steuert wieder der amerikanische Musiker Kevin Penkin bei,  der es versteht, die fantastischen und höchst originellen Ideen, die hinter dem Konzept stehen, in melodische Formen zu gießen. Die Arbeit des Synchronisationsstudios EuroSync liefert auch für den Film ein höchst professionelles Ergebnis und die Dialoge sind wunderbar übersetzt und die einzelnen Stimmen passend besetzt. Sowohl auf Japanisch, als auch auf Deutsch also eine Sichtung wert, vor allem für neugierige Fans des Anime, die wissen wollen, wie die obskure Reise weitergeht.

Fazit

"Made in Abyss: Seelen der Finsternis" spinnt die beklemmende Geschichte in den Untiefen des menschenverachtenden Abyss weiter und setzt dabei auf erschreckende Revelationen und scheut sich nicht vor Brutalität und Horror. Ein würdiger Nachfolger der Anime-Serie, der den Weg für kommende Staffeln ebnet.

Kritik: Miriam Aissaoui

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