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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Vor der Kulisse des 19. Jahrhunderts in Frankreich, erzählt Les Misérables eine packende Geschichte von zerbrochenen Träumen und unerwiderter Liebe, Leidenschaft, von Opfern und Erlösung. Es ist ein zeitloses Zeugnis für das Überleben des menschlichen Geistes. Hugh Jackman schlüpft in die Rolle des Ex-Häftlings Jean Valjean, der seit Jahrzehnten durch den rücksichtslosen Polizisten Javert (Russell Crowe) gejagt wird, nachdem Valjean gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Als Valjean von der Fabrikarbeiterin Fantine (Anne Hathaway) gebeten wird auf ihre junge uneheliche Tochter Cosette (Amanda Seyfried) aufzupassen, geschehen Dinge welche ihrer beider Leben für immer verändern werden…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der Moment, in dem alle Emotionen überkochen und perfekte Kameraarbeit auf perfekten Gesang trifft: Fantine holt nach dem rasanten sozialen Absturz noch einmal tief Luft und fasziniert die Zuschauer mit dem Song „I Dreamed a Dream“. Anne Hathaway krönt in dieser Großaufnahme ihre eindrucksvolle Performance, vereint die Trauer eines gesamten Volkes in ihrem Gesicht und bringt ihr persönliches Martyrium in jeder Note zum Vorschein. In Tom Hoopers episch angelegter „Les Misérables“-Leinwandadaption darf diese Szene als absoluter Höhepunkt gewertet werden. Dumm nur: „Les Misérables“ geht anschließend noch knapp zwei Stunden.

Mit frischem Oscar-Aufwind im Rücken wagt sich „The King’s Speech“-Regisseur Tom Hooper an die Umsetzung des gleichnamigen Erfolgs-Musicals, welches wiederum auf dem 1862 veröffentlichten Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo basiert. Dessen 1400 Seiten bieten neben Liebe und Verlust auch Politik und Sozialkritik. Letztere sind Aspekte, die sowohl auf der Bühne, als auch in cineastischen Projekten allzu schnell untergehen, wenn Schau- und Klangwerte ausufernd in den Vordergrund gerückt werden. Und so fühlt sich „Les Misérables“ hinter seiner Fassade aus gigantischen Sets und großen Stars etwas blutleer und oberflächig an.

Hooper folgt den vom Musical gezeichneten Linien, verzichtet nahezu vollständig auf Prosa und protzt mit enormen Schauwerten. Allein die Schiffswerft in der Jean Valjean (Hugh Jackman) zu Beginn der Erzählung seine Zwangsarbeit verrichtet, zählt zu den überragenden Szenenbildern der letzten Jahre – es folgen dreckige Gassen, reich dekorierte Herrenhäuser und die blutgetränkten Straßen von Paris. Trotz wiederkehrender Sperenzchen fängt die Kamera belebte Gemälde ein, welche einem namenhaften Darstellerensemble die perfekte Bühne für ihre darstellerischen Referenzen bietet. Hugh Jackman, Russel Crowe und Anne Hathaway bieten denkwürdige Auftritte , während die später eingreifenden Eddie Redmayne (Marius) oder Samantha Barks (Éponine) zwar stark singen, aber dennoch unter den Eigenarten der Erzählstruktur leiden: So macht „Les Misérables“ nach einer guten Stunde einen Cut und lässt Posterboy und Hauptdarsteller Jackman merklich in den Hintergrund treten. Es folgt ein Studentenaufstand und die große Liebe der zweiten Kernfigur Marius. Leider schafft es Hooper fortan nicht, an die emotionale Wucht seiner langen Einführung anzuknüpfen. So ist die große Liebesgeschichte nur auf dem Papier nachvollziehbar, die Belagerung der berühmten Barrikade nicht intensiv genug gefilmt und der lange Abschied von Jean Valjean doch wirklich arg lang geraten.

Dem hübsch ausstaffierten Treiben mangelt es zu großen Teilen an Empathie und nachvollziehbaren Relationen unter den Figuren. Warum empfindet Javert (Crowe) so einen Hass auf Valjean? Wir wissen es zwar durch das gesungene Wort, können es aber niemals wirklich greifen. Vielleicht hätte sich Regisseur Hooper einfach mehr von der Vorlage lösen sollen, um die Geschichte optimal an das Medium Film anzupassen – zumal er sich auf visueller Ebene den Unterbau für diesbezügliche Freiheiten geschaffen hat. Während die Hauptcharaktere sich nun immer – dem Titel nach – elender fühlen, sorgen zumindest Helena Bonham Carter und Sacha Baron Cohen sowie die zu rar gesäten Ensemblenummern für gelungene Abwechslung.

Fazit

„Les Misérables“ sieht in der 2012er High-End Version unverschämt gut aus und lässt seine Darsteller durch gefühlvolle Gesangseinlagen glänzen. Leider wirkt die Geschichte um den entflohenen Häftling und späteren Edelmann Jean Valjean zu gestreckt, um die üppige Laufzeit durchweg in gelungenes Entertainment umzumünzen.

Kritik: d kr

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