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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

China zurzeit der Yuan-Dynastie: Das Land ist fest in der Hand eines blutigen Bürgerkrieges, der zwischen den verfeindeten Kampfschulenfraktionen der Ming sowie den unterschiedlichen Ausrichtungen der Shaolin ausgetragen wird. Ihr Ziel ist hierbei die Erbeutung eines Machtvollen Schwertes, welches im inneren das größte Geheimnis der Kampfkunst beherbergt. Wer das Schwert führt, wird auch die Welt unter seiner Macht beherrschen können. Doch das Relikt verschwindet und nur die Eltern des kleinen Chang Mo Kei kennen den Aufenthaltsort. Als beide im Kampf gestellt und getötet werden, schwört  der junge Chang Mo Kei Rache. Durch eine starke Verletzung allerdings, dauert es ganze sieben Jahre, bis er sich der Kampfkunst widmen kann. Fortan unbesiegbar mit der Kraft der neun Sonnen ausgestattet, macht sich Chang Mo Kei auf, seine alten Häscher zu suchen. Doch auch das Schicksal der Welt, liegt in seinen Händen…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Kung Fu Cult Master (ehemals auch The Swordmaster) ist in erster Linie ein klassischer Wuxia- Film, der mit reichlichen Fantasy-Elementen eine Geschichte über Kampf, Verrat, Rache und vor allem auch Vergebung erzählt. Basierend auf dem Roman The Heaven Sword and Dragon Saber von Louis Cha, wird so ein fiktive Handlung präsentiert, die mit reichlich viel Kampfkunst, einen hervorragenden Jet Li sowie ein wenig Trash, einen kleinen Klassiker des Genres offenbart. Im Vordergrund stehen dabei stets die verschiedenen Figuren, die leider von Regisseur Jing Wong (einer Legende des HK-Martial-Arts-Kinos) in einem viel zu rasanten Tempo eingeführt werden, sodass besonders zum Anfang ein wenig die Übersichtlichkeit leidet. Überhaupt gestalten sich die vielen einzelnen Stücke als relativ Zusammenhangslos, was allen voran das Finale zu einer Tortur macht. Die Handlung selbst, gestaltet sich sehr traditionell. So ist Chang Mo Kei ein Außenseiter, der nach Jahren der Unterdrückung und Schwäche, endlich die Chance seines Lebens erhält. Mit der bezaubernden wie rätselhaften Chow Chi Yu (Gigi Lai) an seiner Seite, erlebt Chang Mo Kei so fantastische Abenteuer, bis er schlussendlich in einem spektakulären Finale die Welt rettet. Doch trotz dieser offensichtlichen bekannten Machart, kann das Werk von Regisseur Jing Wong dennoch in vielen Punkten überzeugen. Allen voran die eindrucksvollen Kampfszenen sowie die beeindruckende Inszenierung, erschaffen einen Martial-Arts-Film, der sich durchaus nicht verstecken braucht.

Die Kampfszenen selbst, sind durch das Genre der Wuxia entsprechend mit fantastischen Sprüngen, Drahtseilakrobatik, furiosen Schwertkampfszenen sowie sehr vielen fantastischen Bildern durchzogen. Fliegende Kämpfer, Energieblitze oder mit Leichtigkeit heilende Kämpfer sind an der Tagesordnung. Damit zeigt Kung Fu Cult Master in bester Tradition des Genres, welches dieses von dem sonstigen Martial-Arts-Filmen abhebt. Hier zählt eben nicht die Realität oder Geschichtstreue, sondern der Film ist ganz klar hervorragendes Fantasy-Kino, welches mit gelungenen Effekten, schnellen Schnitten sowie unglaublichen Kamerafahrten perfekte Action präsentiert wird, die dazu auch noch recht blutig daher kommt. So fliegen gut und gerne mal ganze Körperteile durch die Luft oder Blut wird in Strömen über die Kulissen verteilt. Trotz dieser trashigen Momente, können sich aber die Martial-Arts-Szenen durchaus sehen lassen. Sehr rasant inszeniert sowie spektakulär choreografisiert, kommen Genre-Fans voll auf ihre Kosten. Jet Li darf hierbei jedoch erst zum Finale sein wahres können offenbaren, wenn er in atemberaubender Geschwindigkeit gleich die stärksten Gegner in die Mangel nimmt. Vor allem der so gezeigte Kampf der fünf Elemente, strotzt nur so vor Action und Ideen, welche durch die Inszenierung von Regisseur Jing Wong (mit Unterstützung von Kampfsport-Experte Sammo Hung Kam-Bo) zu einer wahren Augenweide wird.

In Bereich des Humors, kann die Geschichte des Schwertes aller Schwerter (welches im Film selbst nie gezeigt wird) dagegen nicht punkten. Sei es die fade Synchronisation oder die vielen auf Sex getrimmten Wortspiele, alles wirkt am eigentlichen Ziel vorbei. So wirken viele Szenen unfreiwillig humorlos und kindisch, was viel vom Charme der eigentlichen Handlung nimmt. Besser gestalten sich hier die vielen Fantasy-Elemente. So sind nicht nur die Kung-Fu-Stile recht amüsant (unter anderem die Kraft der neun Sonnen, schnelles Kampf-Tai-Chi oder die berühmte Adlerklaue) sondern auch die vielen kleinen Ideen. Ein alter Meister gefangen in einer riesigen Steinkugel oder ein König verkleidet als grüne Fledermaus die Blut trinkt (hier passend gespielt von Komödien-Star Richard Ng, Tokyo Powerman, Winners & Sinners), dies klingt nicht nur sehr albern, sondern offenbart auch einen gelungen Humor, der ein wenig die Szenerie auflockert. Schade ist indes, dass besonders das Finale sehr abgehoben und undurchsichtig wirkt, da dieses auch mit einem gewaltigen Cliffhanger ohne viel Erklärung endet. Die Geschichte von Kung Fu Cult Master war ursprünglich als Trilogie geplant, welche durch ein zu geringes Interesse aber nie umgesetzt wurde. Das so sehr offen gestaltete Ende, wirft den Zuschauer schnell in die Realität zurück, ohne dass es je eine Chance auf Fortsetzung geben wird. Im Bereich der darstellerischen Leistungen zeigt sich das Martial-Arts-Abenteuer von seiner routinierten Seite. So kann zwar Jet Li einmal mehr den aufrechten Kämpfer spielen, neue Facetten gewinnt er seiner Rolle jedoch nicht ab. Dagegen sind die vielen Cameos und Auftritte von Stars des Genres gelungen. Natürlich darf hier Sammo Hung nicht fehlen, der als weißbärtiger Meister Chang San Fung kaum wiederzuerkennen ist. Doch auch Chingmy Yau als listige wie verführerische Handlangerin Siu Chiu, kann durch ihr gelungenes Spiel überzeugen.

Fazit

Das Werk von Regisseur Jing Wong präsentiert sich als Kleinod des Wuxia-Genres, welches besonders durch seine gekonnt inszenierte Action sowie seinen vielen kleinen Ideen ein gelungenes Abenteuer offenbart. Da jedoch die Geschichte abrupt endet und auch die Handlung selbst kaum innovativ erscheint, wird viel vom eigentlichen Potenzial verschenkt. Was bleibt ist ein hochkarätiger Film mit Jet Li, der leider niemals eine Fortsetzung erfahren wird. Für Fans des Genres ein Muss.

Kritik: Thomas Repenning

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