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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Heike ist Objektleiterin in einer von Personalmangel betroffenen Reinigungsfirma. Nachdem sie versucht hat, Personal von ihm abzuwerben, wird sie von einem Subunternehmer unter Druck gesetzt. Er verlangt von ihr, mehr Stunden und Umsatz für ihn zu organisieren.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der titelgebende Satz s sozialrealistischen Spielfilm-Debüts wiederholt sich in Variation wie ein Mantra, das den zermürbenden Arbeitsalltag der desillusionierten Protagonistin bestimmt. Bemängelungen und Belehrungen begegnen Heike (eine hervorragende ) an jeder Einsatzstätte, die sie mit ihrer Reinigungsfirma reinigt. Ungründlich, unhygienisch, unzureichend: Immer hat die Kundschaft etwas auszusetzen und die 59-jährige Kleinunternehmerin entschuldigt sich unentwegt, bessert nach, versucht den Vertragspartner*innen vergeblich begreiflich zu machen, dass die Erwartungen an die Leistung ihrer Putzkolonne mit den Dumping-Löhnen nicht vereinbar sind. 

Mit den prekären Lebensumständen sowie physischen und mentalen Schikanen der Menschen am Rande des Niedriglohn-Sektors beschäftigte sich der Regisseur und Drehbuchautor bereits in seinen dokumentarischen Werken. Die naturalistischen Bilder der unruhigen Handkamera knüpfen ästhetisch und thematisch direkt an diese Themen an. Der doppelte Druck seitens der Kundschaft und eines Subunternehmers, dem sie mehr Aufträge verschaffen muss, erodieren Heikes professionelle Prinzipien und schließlich ihre moralische Integrität. Gezwungen, eine*n ihrer Angestellten zu feuern, hintergeht sie deren Vertrauen und riskiert so zugleich berufliche und private Beziehungen.

Besetzt mit Laien und echten Reinigungskräften zeichnet die schnörkellose Story ein enthüllendes Porträt der repressiven Strukturen und inneren Widersprüche einer Industrie, deren Sauberkeitsideal in bitterem Kontrast zu den dreckigen Bedingungen stehen. Höchste Effizienz trotz minimaler Kosten, faire Arbeitsbedingungen bei maximaler Flexibilität und erbittertem Konkurrenzkampf. Heike fühlt mit ihren Angestellten, die Krieg und wirtschaftliche Misere nach Deutschland gebracht haben, aber ist selbst am Limit - physisch, psychisch und finanziell. Auch sie fühlt Unmut: über den fehlenden Respekt, die  absurden Ansprüche, die ihr aufgenötigten ethischen Kompromisse. Doch den versteht niemand. 

Fazit

Mit dokumentaristischen Bildern und dramaturgischer Zurückhaltung erfasst Kilian Armando Friedrich ein eindringliches Porträt der unhaltbaren Arbeitsbedingungen in der Reinigungsbranche. Unterbezahlung, gesellschaftliche Geringschätzung und Lohn-Dumping drängen sowohl Arbeitegebende als auch Arbeitnehmende systematisch ins ökonomische und moralische Abseits. Sabine Thalaus lebensnahe Darstellung wird zum stillen Zentrum einer straff strukturierten Sozialstudie von analytischer Hintergründigkeit und herber Authentizität. Trotz der harschen Themen bleibt Raum für Momente zwischenmenschlicher Wärme und Zeihen stiller Solidarität. Ökonomischer Druck und individuelle Verantwortung werden zu den ungleichen Gegenpolen, zwischen denen die Würde der Angestellten zermahlen wird. 

Kritik: Lida Bach

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