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Howard sitzt, gemütlich Zigarre paffend, vor dem Fernseher zuhause auf dem Entenplaneten. Doch plötzlich wirbelt es ihn durch den Weltraum. Wenig später landet er wieder im Sessel ? der steht dieses Mal allerdings auf der Erde, im Hinterhof einer Punk-Bar in Cleveland. Der intelligente Enterich wundert sich weniger über den Lokalitätenwechsel als über die "haarlosen Affen", die etwas zurückgeblieben zu sein scheinen. Erst als die Rocksängerin Beverly auftaucht, findet Howard Gefallen an den Menschen. Doch unter allen Umständen will er zurück in seine Entenwelt. Der Wissenschaftler Dr. Jenning, dessen missglücktes Experiment für Howards Erdenbesuch verantwortlich ist, soll ihn mit seiner Laserkanone dorthin zurückbefördern. Doch etwas geht schief. Statt in seinem Fernsehsessel zu landen, sieht Howard sich einem Monster gegenüber.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Howard, ein tierischer Held hat vernichtende Kritiken erhalten und wurde mit Nominierungen für die Goldenen Himbeeren überhäuft, drei davon durfte er sogar mit nach Hause nehmen. Einige Stimmen gingen so weit, den Film rundum den gefliederten Helden als einen der schlechtesten überhaupt zu bezeichnen: Die Handlung ist bestenfalls schwachsinnig, die Gags zünden zu keinem Moment, die Effekte sind lächerlich und die darstellerischen Leistungen (inklusive des Auftretens der Ente selbst)  immer ein bisschen drüber. Und dennoch ist das von George Lucas (Krieg der Sterne) produzierte Werk nicht in Vergessenheit geraten und genießt noch heute Kultstatus. Howard wird von vielen mit vor allem nostalgischen Blick geliebt. Zu leichtsinnig wäre es, diesen Zugang nur den Kindern der 80er-Jahre zuzuschreiben, denn Howard, ein tierischer Held ist ein amüsanter Trash-Film. 

Mit der Absicht, aus der Comicvorlage ein humorvolles Abenteuer zu machen, ist Willard Huyck (Angriff ist die beste Verteidigung) zwar keine ansprechende Adaption, aber ein Trashfilm, der unbewusst das Mainstream-Kino der 80er-Jahre persifliert, gelungen.  Sowohl der Kleidungsstil der Figuren, die Musik als auch die Charaktere selbst sind eine Überzeichnung dessen, was einem zu dieser Zeit nur allzu oft auf der Leinwand begegnete: Mit Howard wird unter Blitz und Donner eine Figur aus einem anderen Universum in unsere Welt geworfen, die nicht nur selbst einen unerfüllten Traum hat, sondern mit Beverly (Lea Thompson, Zurück in die Zukunft) einer Underdog-Musikerin begegnet, zu deren Tourmanager er wird. Bei seinem Ausflug auf die Erde begegnet er verrückten Forschern, skrupellosen Kriminellen, vor deren schmierigen Fängen er eine Frau in Nöten bewahren muss, und selbstverständlich muss er am Ende auch die Welt retten. 

Der charismatische Enterich schwankt in seinem Charme irgendwo zwischen Zuhälter mit Zigarre im Schnabel und misanthropen Sonderling. Das wirkt vor allem dann absurd, wenn er auf unwiderstehliche Weise jede Frau um seinen Finger wickelt oder poetisch im Fensterrahmen stehend grimmige Ansprachen hält. Die Dialoge sind nie dann witzig, wenn sie es sein wollen, dafür immer dann, wenn sie ernst genommen werden möchten. Das fängt bei unnötigen Expositionen an und hört bei tiefsinnigen Monologen der Ente auf. Vorgetragen werden sie im übertriebensten Overacting, wenig subtil betont vom kultigen Score. Die Geschichte ist beginnend bei der Prämisse eine in sich unlogische Abwegigkeit, an deren Verlauf der Zuschauer kein wirkliches Interesse bekunden kann. Das ist auch das Haar in der Suppe, denn Howard, ein tierischer Held ist mit seinen 110 Minuten auf Dauer langweilig und kann nicht durchgängig unterhalten.

Fazit

"Howard, ein tierischer Held" ist ein vergnüglicher Trash-Film, der sich durch die Überpräsenz von 80er-Klischees zeitweise wie eine Parodie auf diese anfühlt. Die absurde Handlung, die unfreiwillig komischen Dialoge und nicht zuletzt die merkwürdigen Figuren machen die missratene Comic-Adaption zu einem unterhaltsamen Programm, das etwas zu lang geraten ist und sich deshalb über die Lauflänge hinweg totläuft. 

Autor: Maximilian Knade

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