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Der Highlander kehrt zurück – actionreicher zweiter Teil der Highlander-Saga mit Christopher Lambert und Sean ConneryIm Jahr 2024: Ein skrupelloser Konzern macht dunkle Geschäfte mit einem künstlichen Ozonschutzschild, das die Erdatmosphäre vor der Klimakatastrophe schützt. Mit Hilfe seines alten Weggefährten Ramirez will der kampferprobte Highlander Connor MacLeod die Machenschaften aufdecken. Doch ausgerechnet dann taucht Katana, der Erzfeind des Highlanders auf und fordert ihn zu einem letzten, entscheidenden Kampf.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Sachen gibt es, die sollte es besser nicht geben und egal wie sehr man sie im Nachhinein wenigstens beschämt versucht zu vergessen, sie sind trotzdem geschehen. Kultfilme fortzusetzen ist immer so eine ganz spezielle Geschichte, besonders wenn sie im Ursprung nie auf ein Sequel ausgelegt waren. Es von vornherein eigentlich sogar unmöglich machte. Nur ganz wenige Positivbeispiele existieren, denen wenigstens das Kunststück gelang, sich im Schatten des Originals zu etablieren und eine eigene Form von Qualität zu entwickeln (Psycho II). Ein Achtungserfolg, so könnte man es bezeichnen. Nun, von einem Achtungserfolg ist Highlander II – Die Rückkehr weiter entfernt als Donald Trump von Friedensnobelpreis, aber bevor wir zu sehr in Sarkasmus und Galgenhumor verfallen versuchen wir für den Bruchteil einer Sekunde dieses…Ding…mal sachlich und halbwegs nüchtern aufzudröseln.

Highlander – Es kann nur einen geben war beim Kinostart 1986 ein Flop. Erst über den Videothekenmarkt wurde er wiederentdeckt und mauserte sich zum verkannten B-Movie-Klassiker. Mit Recht, denn die Geschichte um den im 16. Jahrhundert in den schottischen Highlands „geborenen“ (behalten wir das nur mal kurz im Hinterkopf) Connor MacLeod (nach wie vor: Christopher Lambert, Subway), der aus unerklärlichen Gründen (Moment noch…) zu einer besonderen Gattung „Mensch“ (Sekunde…) gehört: Zu Unsterblichen, die nur das Zeitliche segnen, wenn ihnen der Kopf von den Schultern getrennt wird. Diese „Auserwählten“ (ja, gleich…) duellierten sich, bis nur noch einer übrig blieb. MacLeod. Geschichte fertig, war schön. So, und nun 5 Jahre  später zaubern da trotz des relativ üppigen Zeitrahmens von der Muse nicht mal mit dem Mittelstrahl des Morgenurins touchierte Autoren einen himmelschreienden Mumpitz zusammen, der normalerweise von jedem seriösen Produzenten unter schallendem Lachen in die Drehbuch-Klappe für hoffnungslose Fälle gestopft werden würde. Was passiert stattdessen? Mit viel Euphorie, großem Tamtam und allen wichtigen Namen von einst wird dem Sequel grünes Licht und ein weltweiter Kinostart gewährt. Was zum Teufel…aber wir wollten ja sachlich bleiben, daher erstmal zur sensationellen Story.

Nachdem Connor MacLeod sich zwischen 1986 und 1999 scheinbar vom als Antiquitätenhändler getarnten Ex-Highlander und nun Master-Unsterblichen zum mit wichtigsten Wissenschaftler der Welt entwickelt hat, entwirft er mit einigen Kollegen einen künstlichen Schutzschirm, der die Erde nach dem Verlust der Ozonschicht vor dem Untergang bewahren soll. So weit, so sonderbar. Gut, 25 Jahre später lebt die Menschheit immer noch unter der Käseglocke und Connor ist inzwischen ein alter Mann, da er ja alle Mitstreiter schon vor 40 Jahren geköpft hat und als Belohnung nun wie jeder andere sterben darf. Toll, so als großer Preis, aber wenigstens halbwegs sinnvoll, betrachtet man mal die Aussage der ersten Films, der in der Unsterblichkeit ja durchaus auch eine Bürde sah. Kann man VIELLEICHT so machen. Aber dann kommt es knüppeldick. Der alte MacLeod erinnert sich nämlich jetzt (warum auch immer, gab es das als Bonus zum Grand Prix dazu?) an seine eigentliche Herkunft. Haben wir noch auf dem Schirm, worum es im Vorgänger ging, was die Ausgangslage war? Forget it. Alles Quatsch, denn eigentlich sind Connor und auch sein alter (und längst toter!) Schotten-Amigo Ramirez (Sean Connery again, der offensichtlich wirklich keine Drehbücher liest) – Achtung – verbannte Rebellen. Vom Planeten Zeist! Jawoll!

Damals, als sie sich gegen den bösen Irgendwas Katana (Michael Ironside, Starship Troopers) auflehnten und zur Strafe auf die Erde geschickt wurden. Statt hinrichten, Gulag  oder anderen effektiven Methoden der Ruhestöhrerbeseitigung werden sie scheinbar in willkürliche Zeitperioden und Kontinenten (das kann der Film selbst nicht erklären, aber was kann er überhaupt?) auf der Erde entsannt und mit einem möglichen Rückfahrtticket gelockt (was noch weniger Sinn macht, aber über den Punkt sind wir längst hinaus). Der Last Man Standing darf entweder endlich altern oder zurückkehren nach Zeist. 2024 hat MacLeod den Seniorenteller gewählt, da aber seine neue/alte Nemesis Katana da ausgerechnet JETZT die Notwendigkeit zum Intervenieren sieht, schickt er zwei überdrehte Meth-Assassine im Stachelschweinlook auf die Erde, um dem alten Sack die letzte Kerze auszublasen. Tja, wie alles hier eine ziemlich dumme Idee, denn nachdem Connor die beiden Trottel enthauptet hat (Hoverboard-Highlander, dabei sogar technisch eine der besten Szenen des Films, was schlimm genug ist) ist er wieder voll im Saft und zieht den Joker…

Who you gonna call? Ramirez!

Genau. Weil sich Highlander II – Die Rückkehr von vornherein einen Dreck um alles schert was im Vorgänger passierte und eh wie ein schizophrener Blindgänger jedwede Konstante der Lächerlichkeit preisgibt, dann darf Sean Connery seine Gage nicht nur mit langweilige Flashbacks verdienen, er taucht plötzlich auch wieder in Fleisch und Blut auf. Warum, das weiß wirklich niemand mehr. Bezahlt ist bezahlt, da muss er nun einfach durch. Wie der Zuschauer, der dummerweise damals vielleicht ein Kinoticket dafür gelöst hat. Das Auftauchen von Connery sorgt – so abgrundtief dämlich es trotzdem ist und bleibt – für wenigstens zwei isoliert unterhaltsame Momentaufnahmen. Dazu hat offensichtlich nur Michael Ironside kapiert, in was für einen Irrsinn er sich hier verlaufen hat und kontert das mit einer verzweifelten Overacting-Gegenoffensive. Der Jon Voight-Anaconda-Effekt. Hilft wenig, ist aber immerhin ein Versuch. Genauso wie ein rein theoretisch interessantes Cyber-Punk/Neo-Noir-Setting in verfallenen Blade Runner- Restkulissen, was den ganzen Schwachsinn aber nicht ernsthaft abfedern kann. Sobald mal wenigsten ein Hauch von Hoffnung aufkommt (und wir reden hier von versehentlich ordentlichen Bildmontagen und gar nicht so schlechten Effekten), kommt wieder ein obskurer Unfug um die Ecke. Gipfelnd in einem Finale, das sich kein Spoof-Movie rausnehmen würde.

Fazit

„Highlander – Es kann nur einen geben“ ist trotz seiner 80er-B-Movie-Herkunft ein wunderschönes Märchen. Dem dieses dummdreiste Sequel jedes Mystische, jedes Magische klaut und es durch lächerlichen Sci-Fi-Trash mit Mittelalterschwertkampf, „Rambo III“-Afghanistan-Action, „Star Wars“ und wirrem Öko-Thriller versucht in einen Rahmen zu pressen, den er durch seine eigenen Dilettantismus schon so früh sprengt, das nicht mal eine brauchbare oder nicht heillos bekloppte Ideen übrig bleiben. Der Film ist eine einzige Katastrophe und trotz absurder Momenten nicht mal als Trash vergnüglich und sportlich zu nehmen, da er einen so überraschend emotionales und zeitloses Original – mit all seinen Stars – wegen total Unfähigkeit ab absurdum führt. Jedes noch so beliebige 08/15- Sequel mit gleicher Geschichte ohne Einfälle und einer „Ach so, einer lebt doch noch“-Prämisse wäre besser. Ist das lächerlich.  Respekt- und sogar verantwortungslos, lediglich diese krude Kombination aus Anspruch und Wirklichkeit generieren so was wie (einen) Gnadenpunkt(e).

Autor: Jacko Kunze

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