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Vollrausch die Dritte! Hollywood lässt erneut seine Kifferikonen Harold (John Cho) sowie Kumar (Kal Penn) von der Leine und beglückt Fans der Reihe mit dem wohl unchristlichsten Weihnachtsabenteuer seit Bad Santa. Da die Geschichte nahezu unerträglich simpel ist, und viele Witze im dritten Anlauf an Reiz verlieren, ist es umso relevanter, dass unser (Anti?)Heldenduo wieder zu Hochtouren aufläuft und nichts von seiner perfekten Chemie verloren hat. Doch was hat den Figuren eigentlich den längst gefestigten Kultstatus beschert? Die Sympathiewerte sind wohl nur dadurch zu erklären, dass die beiden Protagonisten stets zugedröhnt durch die Geschichte stolpern – und somit exakt auf einer Wellenlänge mit ihrem Zielpublikum liegen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Gaststar Danny Trejo schafft es, die entfremdeten Freunde erneut auf gemeinsame Irrwege zu schicken. Als Harolds grimmig dreinschauender Schwiegervater strahlt er pure Verachtung für den mittlerweile sattelfesten Ex-Kiffer aus. Doch an Weihnachten ist das zweitrangig; Trejo hat seinen über Jahre hochgezüchteten Tannenbaum zum Fest mitgebracht und möchte Harold eine Chance geben, um sich mit der zukünftigen Familie zu arrangieren. Dumm nur, dass Kumar aufkreuzt und die Tanne auf weihnachtswunderliche Art und Weise durch einen Joint in Brand gesteckt wird. Nun tickt die Uhr: in wenigen Stunden muss ein neuer Baum her…

Und so beginnt erneut eine Odyssee, an deren Humor sich die Geister scheiden werden – entweder man findet zugekokste Kleinkinder und einen an einem Stahlrohr festgefrorenen Penis witzig, oder eben nicht. Die angesprochene Zielgruppe wird auch ein drittes Mal lachen und ihre bodenständigen Helden innerlich anfeuern. Innerlich? Wie auch sonst, der Griff zur Pizzaschachtel ist doch schon anstrengend genug gewesen. Doch eben die Tatsache, dass sich die moralische Sicht auf das Leitthema „Marihuana“ in den letzten Jahren – weg von der Verteuflung und hin zur geduldeten, wenn nicht sogar gesellschaftlich akzeptierten Droge – verändert hat, raubt ‘A Very Harold & Kumar 3D Christmas‘ etwas von der rotzigen Attitüde, die der zelebrierte Graskonsum in den vorherigen Teilen noch mit sich brachte.

Da die vielen Witze über Dope die Zuschauer immer mehr in Lethargie lullen, wurde den beiden Nachtjacken nun der 3D-Effekt als legaler Wachmacher zur Seite gestellt. Nachdem Kumar den Saal im Opener noch mit dem wohligen Dunst seiner Tüte eingenebelt hat, prasseln im Laufe des Films zahlreiche Glassplitter, ein Tischtennisball, silikonhaltige Nonnen und auch ein lächerlich großes Knetgemächt auf den Zuschauer ein. Was in der Oper früher der Paukenschlag war, ist in ‘Harold & Kumar 3′ also der 3D Effekt.

John Cho und Kal Penn trotzen abermals allen Widrigkeiten des Drehbuchs sowie den sich wiederholenden Gags, überzeugen mit ihrem unnachahmlichen Talent kindlichen Spaß mit derbem Wortwitz zu versöhnen und ziehen die Zuschauer wieder in den Bann der einmaligen Comedy-Reihe. Und da Regisseur Todd Strauss-Schulson sich im repetitiven Schema offensichtlich pudelwohl fühlt, erhält auch Neil Patrick Harris einen weiteren Gastauftritt. Der How I Met Your Mother Star nimmt süffisant sein reales Coming-Out auf die Schippe, erzählt von seiner Zeit im Himmel und gibt sich als widerlicher Macho. Der Auftritt von Harris ist ebenso gelungen wie die Anspielungen auf diverse Klassiker des weihnachtlichen Kinos und der Feel-Good Effekt, welcher sich einstellt sobald die Protagonisten Santa Klaus versehentlich mit der Schrotflinte in den Kopf schießen. Wie das alles am Ende wieder zusammenpasst? Muss wohl an der Wellenlänge liegen…

Fazit

Der dritte Teil der Harold & Kumar Reihe macht in Bezug auf Humor und Dramaturgie genau dort weiter, wo 'Flucht aus Guantanamo' endete. Das sympathische Hauptdarstellerduo trotzt den zahlreichen Abnutzungserscheinungen und beschert uns eine herrlich unbesinnliche Weihnachtskomödie.

Autor: d kr

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