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Königsberg, 1945. Getarnt als Agent der deutschen Abwehr ist Hans Kloss, Codename J-23, einem der größten Geheimnisse des Dritten Reiches auf der Spur: Dem von den Nazis gestohlenen Bernsteinzimmer, das von Königsberg aus verschifft werden soll. Doch in den Irrungen der letzten Tage des Krieges interessieren sich viele für die unschätzbar wertvolle Fracht, unter ihnen auch Hans' alter Gegenspieler, SS-Hauptsturmführer Hermann Brunner. Ein tödliches Duell beginnt …
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Spöttisch wurde er als „roter James Bond“ bezeichnet: Der charmante wie kämpferische Geheimagent Hans Kloss. Dabei konnte der intelligente wie raffinierte (und fiktive) polnische Held im Jahre 1967 mit „Stawka wieksza niz zycie“ durchaus ansprechendes Fernsehen liefern. Schnell wurde die Serie Kult und konnte auch in der DDR, unter dem Titel „Sekunden entscheiden“, sein Publikum begeistern. Nun ist der einstige Held zurück und darf im Zuge des modernen polnischen Kinos, welches vor allem auf großangelegte Schlachten-Epen, Kriegsdramen sowie Action-Kino setzt (hier unter anderem  „Das Massaker von Katyn“, „1920 - Die letzte Schlacht“, „1939 - Battlefield Westerplatte“), erneut gegen die Nationalsozialisten zu Felde ziehen. Ein Film, der vor allem auf Fans der einstigen Serie abzielt und auf eine klassische Inszenierung setzt. Gerade daher, ist „Hans Kloss - Spion zwischen den Fronten“ (OT: „Hans Kloss. Stawka wieksza niz smierc“) aber nicht für jeden geeignet.

So liefert uns Regisseur Patryk Vega ("Ciacho") vor allem ein Action-Film für Fans und Liebhaber des Originals: Nicht nur, dass Stanislaw Mikulski (Hauptdarsteller der Serie aus dem Jahre 1967) erneut in die Rolle von Kloss schlüpfen darf (der in Polen Kultstatus genießt), auch setzt der Film an vielen Handlungen sowie Charakteren bei seinem Original an. Wer dieses jedoch nicht gesehen hat, wird teils verwirrt im Angesicht der vielen Namen wie Handlungen zurückgelassen. Dies zusammen mit zwei großen Handlungsebenen, eine 1945, eine in den 70er Jahren, liefert uns eine Geschichte, die an vielen Stellen zu aufgebläht erscheint. Und auch die Genres scheinen sich zu wechseln: Wo der junge Kloss noch vor Action und Explosionen von einer Szene in die andere rutscht, gibt es beim alten Kloss eher ruhige Akzente sowie ein mysteriöses Spionage-Drama zu bestaunen. Dies mag durchaus gefallen, sorgt aber auch für eine unangenehme Zweiteilung des Filmes. Doch auch abseits dessen, kann „Hans Kloss - Spion zwischen den Fronten“ nicht immer alle Erwartungen erfüllen.

So entpuppt sich der Film rund um Geheimagenten, Verschwörungen, eine stetige Gefahr und dem 2. Weltkrieg als regelrecht klassisch. Im Retro-Gewand, aber mit moderner Inszenierung, wird dem Zuschauer so ein Weltbild präsentiert, welches sich längst überholt hat. Egal ob laienhafte Darsteller, mehr als ruppige wie simple Dialoge oder schlichtweg das Frauenbild: Hier gibt es mehr als nur einmal ein kleines Kopfschütteln. Zumindest in Sachen Inszenierung, kann sich „Hans Kloss - Spion zwischen den Fronten“ aber durchaus sehen lassen. Mit einem Budget von 3 Millionen US-Dollar gibt es daher eine Menge Zerstörung, stetige dramatische Szenen, opulente Kulissen, sowie eine oftmals gar recht blutige Atmosphäre. 

Fazit

In Polen genießt die Figur Hans Kloss Kultstatus. Hierzulande jedoch, dürfte die Inszenierung sowie die Fortführung der Serie aus dem Jahre 1967 für etwas Verwirrung sorgen. Trotzdem kann der Film rund um eine martialische Agenten-Hatz an vielen Stellen überzeugen. Für durchgehend gelungene Unterhaltung reicht dies aber nicht. Zu stereotyp sind die Charaktere, zu seicht die Geschichte, zu platt manche Klischees. Einzig Fans bekommen hier genau dies, was sie suchen: Einen polnischen Helden ohne Schnörkel.

Kritik: Thomas Repenning

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