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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

In einer Textilfabrik im Industriegebiet von Yangon arbeiten sie unter erschöpfender Arbeit, sozialer Unterdrückung und wirtschaftlicher Unsicherheit. Obwohl der kräftezehrende Alltag menschliche Beziehungen erschwert, träumen beide Frauen weiterhin von Nähe und einem Ausweg. Als sie sich näherkommen, erwecken sie die zuvor unterdrückten Gefühle in sich zum Vorschein.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

In einer Gesellschaft, die queere Beziehungen nach drakonischer Kolonial-Gesetzgebung unter Strafe stellt, und weibliche sexuelle und sozialökonomische Selbstbestimmung unterdrückt, wird das freundschaftliche Band der jungen Protagonistinnen Aung Phyoes bittersüßen Debüt-Spielfilms zum Ausdruck unerfüllter Sehnsüchte. Deren konkrete Natur bleibt vage, nicht nur für das Publikum, sondern die Figuren selbst. Verletzte Gefühle und schmerzliche Zurückweisungen scheinen unvermeidbar in der sensiblen Konstellation, in der äußere und innere materielle Machtgefälle und strukturelle Zwänge Unbeschwertheit zu einem flüchtigen Traum machen.

Als nostalgische Erinnerung der Fabrikarbeiterin Theint (Nandar Myint Lwin) an ihre Kinderzeit symbolisiert der Titel eine der Wunschphantasien eines besseren Lebens, denen Theint immer wieder nachhängt. Ihre finanziell unabhängige Kollegin und bald auch Kameradin San Kyi (Nandar Myat Aung) scheint diesem Ziel schon näher. Die selbstbewusste San Kyi bewahrt die schüchterne Neuanfängerin vor Sanktionen in der Textilfabrik, wo selbst Toilettenpausen streng überwacht werden. Zwischen ihnen wächst eine Freundschaft, die für San Kyi zu einer zarten Liebe wird. 

Ob diese zärtliche Neigung platonisch oder sexuell ist, lassen die melancholischen Szenen offen. Eingefasst in weiches, warmes Licht und matte Farben, ist die Beziehung der ungleichen Frauen an erster Stelle Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses nach Zuneigung. Doch dafür ist wenig Platz in ihrem von ökonomischer Notwendigkeit und familiären Verpflichtungen geprägten Umfeld. So liegt in Theints Wechsel zwischen Zuwendung und Zurückweichen auch eine Spur emotionaler Taktik, um Su Kyis Unterstützung in Form von Einladungen und Geldleihen zu bewahren.

Fazit

Der Crystal Globe für den Besten Film, den Aung Phyoes sensibles Kinodebüt gerade in Karlovy Vary erhielt, scheint zugleich politisches Signal und künstlerische Anerkennung. Die mäandernde Struktur der intimen Story führt weder zu einer narrativen Auflösung, noch profunder psychologischer Entwicklung. In seiner Gesamtheit ist die von Myint Lwin und Myat Aungs nuancierten Darstellungen getragene Drama eine weitere der bittersüßen Episoden, die es aneinanderreiht. Kleinen Momente heimlicher Nähe und einer impressionistischen Atmosphäre entfaltet sich die berührende Wirkung.

Kritik: Lida Bach

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