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Eigentlich verläuft das Leben von Kyung-min in Koreas Hauptstadt Seoul ziemlich normal: sie arbeitet als Kassiererin in einer Bank und wohnt alleine in einem kleinen Apartment zur Miete. Irgendwann beschleicht sie immer mehr das Gefühl, beobachtet zu werden. Hinzu kommt der diffuse Verdacht, dass sich jemand in ihrer Wohnung aufgehalten haben könnte. Ihre Angst wird greifbar, als sie eines Nachts hört, wie sich jemand an ihrer Tür zu schaffen macht. Die eilends herbeigerufene Polizei tut die Sache als Lappalie ab. Ein böser Fehler, wie jedem treuen Fantasy Filmfest-Besucher schon bald klar werden sollte. Fortan scheint Kyung-min nirgendwo mehr ihres Lebens sicher.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

2012 gelang dem Spanier Jaume Balagueró mit seinem Thriller Speep Tight ein respektabler Überraschungserfolg. Sein Film über einen Psychopathen, der in die Wohnung seiner Opfer eindrang, um ihnen das Leben zur Hölle zu machen, bekam nun im asiatischen Raum sogar ein Remake spendiert. Door Lock (OT: Do-eo-lak) nennt sich der von Kwon Lee (Attack on the Pin-Up Boys) gedrehte Thriller aus Südkorea, der die von Alberto Marini ursprünglich geschriebene Geschichte aufgreift und sie in ein neues Gewand packt. Mit neuen Ideen steht das Remake angenehmerweise zwar auf ganz eigenen Beinen, ist im direkten Vergleich aber lange nicht so gut wie das Original.  

Während uns Sleep Tight in die Perspektive des Täters versetzte und damit auf perfide Art mit den Emotionen des Zuschauers spielte, verfolgen wir Door Lock aus dem Blickwinkel des Opfers. Eine junge Frau nimmt immer deutlicher wahr, dass sie von einem Unbekannten gestalkt wird. Auch scheint sich jemand Zutritt in ihre Wohnung verschaffen zu wollen, jedoch an ihrem elektrischen Türschloss zu scheitern. Zu Beginn schafft Door Lock damit eine bedrohliche Atmosphäre und spiegelt die Ängste der Protagonistin glaubhaft wider. Es sind Ängste, die vermutlich jeder nachvollziehen, eine alleinlebende Frau inmitten unserer modernen Gesellschaft wohl umso mehr.  

Wer der Übeltäter ist und welche Absichten er hat, verrät uns der Film zunächst nicht. Statt nun aber weiter an der Spannungsschraube zu drehen und mit cleveren zu punkten, verschenkt Door Lock seine Chance zum starken Thriller, indem sich vermehrt Logiklücken einschleichen. Dazu gehört auch, dass sich die handelnden Akteure recht blöd anstellen, was dem Film zusätzlich an Kraft raubt. Dass man den Polizeiapparat als untätig oder im besten Falle als überfordert darstellen wollte, mag zum Teil sicher gewollt sein, nachvollziehbar ist das Handeln der Ermittler aber nicht, kultureller Unterschied hin oder her. Auch die Protagonistin des Films könnte bei all den Warnsignalen deutlich smarter und auch schneller reagieren, was nicht nur ärgerlich ist, sondern zusätzlich das Pacing des Films negativ beeinflusst. 

Zum Ende hin gibt Door Lock zwar wieder deutlich Gas, kann mit seiner ganzen Auflösung der Geschichte aber wenig begeistern. Nicht nur bleibt einem die Offenbarung der Identität des Täters gleichgültig, auch sein Motiv ist lange nicht so interessant wie das des Originals. Damit positioniert sich der Thriller, der ohnehin schon seine Probleme hatte, endgültig im unteren Durchschnittsfeld. Handwerklich kann man dem Film aber zumindest nichts vorwerfen, vor allem die Kameraarbeit fällt gut aus und schenkt uns einige hübsche Bilder. Und auch der Cast, allen voran Hauptdarstellerin Hyo-Jin Kong (Crush and Blush), ist sichtlich engagiert.

Fazit

Die Zutaten für einen guten Thriller sind zwar vorhanden, immerhin adaptiert der Film ein interessantes Script und präsentiert sich handwerklich sauber inszeniert, jedoch gelingt es "Door Lock" mit seinen neuen Ideen nicht, auf inhaltlicher Ebene zu überzeugen. Lieber zum spanischen Original greifen. 

Autor: Sebastian Stumbek

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