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Quelle: themoviedb.org

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Kein Wunder, dass das verwunschene Haus an der englischen Küste so günstig war: Denn schon bald machen paranormale Aktivitäten dem Komponisten Roderick Fitzgerald und seiner Schwester Pamela zu schaffen. Den anfänglich nur unheimlichen Geräuschen folgt schon bald geisterhafter Terror, der eng mit der Geschichte der Vorbesitzer verknüpft zu sein scheint. Ganz offensichtlich treibt ein Geist sein Unwesen in den Gemäuern, die ein Geheimnis hüten, dessen ganze Tragweite nun langsam ans Licht kommt...

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der Moviebreak Horroctober: 11.10.2015 (Haunted House)

Wie alt das Genre des Haunted House ist, dies lässt sich wohl relativ einfach beantworten: So alt wie die Menschheit selbst. Immerhin war der Glaube an Geister bereits seit Urzeiten vorhanden und somit auch das Gefühl, dass die Untoten auch in Häusern ihr Unwesen treiben könnten. Wenn dann noch gruselige Kirchen, zerfallene Hütten im Wald oder Gerüchte rund um Hexen die Runde machten, war der Spuk komplett. Literarisch hingegen war es wohl vermutlich Horace Walpole im Jahre 1764, der mit seiner Geschichte „The Castle of Otranto“ erstmals mit einem Roman auf das Genre einging und zu Berühmtheit gelangte. Was folgten waren  über Jahrhunderte hinweg Werke wie „The Rats in the Walls“ von H. P. Lovecraft, „The Fall of the House of Usher“ von Edgar Allan Poe oder eben auch „The Shining“ von Stephen King. Filmisch hingegen startete das Genre vermutlich im Jahre 1914 mit dem Kurzfilm „The Ghost Breaker“ von Pionier Cecil B. DeMille. Im Jahre 1944 schließlich, gelang mit Regisseur Lewis Allen die Definierung des Haunted House Genres. Und so wurde „Der unheimliche Gast“ (OT: "The Uninvited"), nach einem Roman von Dorothy Macardle, schnell zum  Vorzeigewerk, welches bis heute Filmemacher überall auf der Welt (vermutlich unbewusst) beeinflusst.

Natürlich mag „Der unheimliche Gast“ durch seine schwarz-weiß Optik (die in HD wunderbar aussieht) und seinen romantischen Unterton der 40er Jahre (Gentleman -Like) antiquiert wirken, doch im Kern liefert uns Regisseur Lewis Allen ein fabelhaftes Beispiel dafür, wie das Genre im Kern funktioniert. So sind die Zutaten schlicht aber effektiv: Ein unschuldiges, offenes und leicht verängstigest Paar (in dem Falle die Geschwister Pamela und Roderick Fitzgerald), ein altes großräumiges wie visuell höchst ansprechendes Gruselhaus und eine Geistergeschichte aus der Vergangenheit voller Zorn, Missgunst aber eben auch Liebe. Wer jetzt verschiedenste Filme des kompletten Genres erkennt, sollte wohl einen Aha-Effekt bekommen. Neben der unglaublich scharfsinnigen Definierung liefert uns „Der unheimliche Gast“ aber auch in mehrfacher Weise einen hervorragenden Film: Sei es bei der opulenten Ausstattung (alle Gebäude wirken wie aus einem Gemälde), den grandiosen Darstellern die fast ohne überspitzte Zoten auskommen oder der teils unvorhersehbaren wie spannenden Geschichte. Und spätestens wenn Cornelia Otis Skinner als zweifelhafte Anstaltsleiterin Miss Holloway auftritt, fühlt man sich kurzweilig bei „American Horror Story“.

Auch der Rest des Casts liefert unterdessen einen guten bzw. sehr guten Job ab: Ray Milland darf mit seinem Charme spielen, während Ruth Hussey als Pamela Fitzgerald die gute Seele der Handlung ist. Gail Russell hingegen, wirkt an der einen oder anderen Stelle doch etwas überfordert, zeigt aber durch ihr mysteriöses Spiel der Stella Meredith immer wieder, dass sie wie gemacht scheint für solche Rollen (Es folgt unter anderem „Im Banne der roten Hexe“ oder „Erbe des Henkers“). Der Horror selbst, ist in „Der unheimliche Gast“ heute aber eher ein kleines Nebenprodukt einer spannenden Geschichte über Geister. Die Effekte sind zwar gemessen am Jahr beeindruckend (und haben damals bestimmt für Gruselstimmung gesorgt), wirken für aktuelle Genre-Standards aber viel zu kitschig. Doch sei es drum, für Fantasy-Horror-Fans ist der Trip in die Vergangenheit und damit in die Welt von Stella Meredith eine tolle Erfahrung. Wie eine Zeitreise in die Anfänge eines Genres, welches heute mehr Trash als wirkliche Highlights produziert. 

Fazit

„Der unheimliche Gast“ war zu seiner Zeit wegweisend und hat das Genre bis heute hinweg in vielen Detailfragen definiert. Umso interessanter ist da ein Blick für Genre-Fans, die etwas über die Herkunft des „Haunted House“ erfahren möchten. Der Film selbst ist indes eine spannende Parabel auf Liebe und Hass. Gleichsam aber auch visuell bestechend und charmant und dies trotz dem typisch romantischen Kitsch der 40er Jahre.

Kritik: Thomas Repenning

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