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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Seit Jahren versetzt der unheimlich maskierte Chef einer Verbrecherbande, der sogenannte „Frosch mit der Maske“, London in Angst und Schrecken. Weder Inspektor Elk noch seinem Assistenten Sergeant Balder ist es bisher gelungen, den furchterregenden Verbrecher und seine Bande zu fassen. Nach einem erneuten Juwelenraub und der Ermordung eines Kriminalbeamten, der versucht hatte, sich in die Froschbande einzuschleichen, interessiert sich auch Richard Gordon, der Neffe von Scotland Yard-Chef Sir Archibald, für den Fall.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

In der deutschen Filmlandschaft bildet die Edgar Wallace-Reihe eine beispiellose Erfolgsgeschichte, mit deren Siegeszug zu Beginn niemand ernsthaft rechnen konnte. Alles nahm seinen Beginn mit Der Frosch mit der Maske. Die dänische Produktionsfirma Rialto erwarb die Rechte des 1925 erschienenen, britischen Groschenromans und entwickelte im Auftrag von Constantin Film diese deutschsprachige Adaption, die über drei Millionen Zuschauer bundesweit in die Kinos lockte. Der Auftakt von einer insgesamt 33 Filme umfassenden Serie zwischen 1959 und 1972, allesamt von Rialto produziert, die sich in der Folge die Rechte an den meisten  Wallace-Geschichten sicherten und ab den frühen 60ern ihren Hauptsitz komplett nach Deutschland verlegten.

„Der Frosch…DER FROSCH WAR DA!“

Der Erstling sollte eine Art Blaupause für alle seine Folgewerke werden und somit deren Stil maßgeblich prägen. Obwohl das spätere, markante „Hier spricht Edgar Wallace“-Intro noch nicht mit von der Partie ist, im Grunde blieben die meisten Filme dieses Zyklus immer in dem hier kreierten Rahmen. In diesem Fall verbirgt sich ein berüchtigter Safe-Knacker hinter einer Frosch-Maske und ist gleichzeitig Kopf einer organisierten Hundertschaft von kleinen Kaulquappen-Ganoven, die in seinem Auftrag auch unliebsame Mitwisser schnell über den Jordan schicken. Scotland Yard tritt erfolglos auf der Stelle, bis sich Richard Gordon (Serien-Täter Joachim Fuchsberger) - der stinkreiche, aber von seinem Luxusleben gelangweilte Neffe des Oberermittlers Sir Archibald – aktiv als Hobby-Schnüffler einschaltet. Über „Umwege“ (eigentlich folgte er nur einer Fußspur - im Sportwagen!) stößt er auf eine Familie, an der der Frosch-König aus noch unerfindlichen Gründen ein besonderes Interesse hegt und deren Spur in den Nachtclub „Lolita“ führt.

Zwischen leicht schludrigem Film Noir, B-Movie-Grusel à la HAMMER und überkonstruiertem Sherlock Holmes-Krimi mit comicartigen Super-Schurken-Gimmick stößt Der Frosch mit der Maske in eine zu der Zeit praktisch brach liegenden Nische im deutschen Kino. Kein reumütiges Aufbereitungskino, keine verkrampft-unbeschwerten Heile-Welt-Filme. Das ist flottes, kreatives, für damalige Verhältnisse sogar leicht verruchtes und explizites Bahnhofskino mit (relativ) hohem Produktionsvolumen. Kurzweilig, enorm wendungsreich und bewusst irritierend aus Gründen der Spannungsbildung, dabei natürlich auch wahnsinnig überladen und konstruiert bis die Schwarte kracht. Da wuseln unendlich viele Figuren durch nicht einmal 90 Minuten, jeder ist mal mehr oder weniger verdächtig und die Entwicklung sind mit „kurios“ noch höflich umschrieben. Aber genau so muss das sein und war schlussendlich die Erfolgsformel für die Edgar Wallace-Reihe. Nicht umsonst blieb meistens alles beim Alten. Auch weil der Film sich niemals wirklich ernstnimmt und seinem ganzen Unfug augenzwinkernd, dennoch äußerst selbstbewusst gegenübertritt. Stilistisch ist das teilweise gar fabelhaft, in der Kombination mit dem skurrilen Krimi-Plot aus dem Kaugummi-Automat ergibt sich eine irgendwie disharmonische, aber dadurch auch eigenwillig-interessante Komposition, deren Faszination sich am ehesten mit der des italienischen Giallo-Kino vergleichen ließe. Hier schon als unverzichtbares Maskottchen eingeführt: Eddi Arent, der mit übertrieben-britischer Attitüde auch den Sidekick-Humor der Serie entscheidend prägen sollte.

- „Gin oder Whiskey?“

- „Jetzt nicht.“

- „Was ist denn los mit dir?!“

Fazit

Herrlicher Unsinn, teilweise großartig inszeniert und Wegbereiter für eine kleine Oase innerhalb der Genre-Wüste Deutschland. Nicht nur aus nostalgischen Gründen darf man hier ruhig einen Blick riskieren und sich auf weitere Ausflüge in die Groschenroman-Unterwelt von London freuen.

Kritik: Jacko Kunze

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