{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Verfügbar auf

Amazon prime

Inhalt

Museen haben den schweren Stand, sich als Bildungseinrichtungen finanziell über Wasser zu halten. Auch in „Das Relikt“ ist dieses Problem wohlbekannt und wird, basierend auf dem Roman von Douglas Preston und Lincoln Child, thematisiert. Mit Tom Sizemore und Penelope Ann Miller in den Hauptrollen, wird hier aber nicht nur um Finanzierungen gekämpft, sondern auch mit einem gefräßigen Monster, was letztendlich zu einer blutigen Angelegenheit wird.

  • A21cdnf0nsntppresktsjmgmhqu
  • V7eaggiltj8pwfprjo36xnx8cgj
  • 4ws0ubk75s897opmw9bjetrpkis
  • Jittpcuq4uqq9bv2ml2meatv9tg
  • Beltowxatfab0fglrbyc3eljufr
  • Nzud6ddhrpuinlqksi1kqarpkbs
  • Lzfcrv6wt6uj6gyovziprus98fs
  • Eztkdzc1dwhr22mb1a5yv8u0gl9
  • Z6zb4q5vz3giquxja6mzclxajyb
  • Souhg1nqocpxvi7nvs2yb0huqsc
  • 88hjej9y7q5h2r1cdwl6pxzui4i
  • Ytyxokswxn65jyvct9fnyftoidq
Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der Anthropologe John Whitney wird Zeuge eines unheimlichen Rituals im tiefen Dschungel Brasiliens. Er schickt einige Kisten mit pilzverseuchten Blättern nach Chicago und verschwindet kurz darauf. In den USA angekommen, ist zuerst ein ganzes Schiff Tatort bestialischer Morde geworden. Detective D´Agosta führt die Ermittlungen, und schon bald bricht beim Empfänger der Frachtkisten, dem Chigaoer Naturkundemuseum, die Hölle los.

Anders als in anderen Monsterhorrorstreifen dieser Couleur werden die Umstände erst spät sichtbar. Peter Hyams als Regisseur versteht es jedenfalls in routinierter Weise, trotz etlicher Streichungen den Inhalt des Filmes gut zu vermitteln. Es fehlen im Gegensatz zur Romanvorlage zwar einige Stellen, aber das tut dem Film keinen Abbruch. Darunter leidet natürlich standesgemäß die Charaktertiefe, aber haben die Hauptfiguren genügend Hintergrund spendiert bekommen, der auch im Einklang mit der Story und den Locations Sinn machen. Dadurch kann sich „Das Relikt“ gerne nachsagen lassen, etwas mehr Story und Tiefe zu besitzen als eine Reihe anderer Monsterfilme gleichen Kalibers. Auch ein bisschen fachspezifisches Wissen findet hier seinen Platz, was in diesem Schnipseljagd-Plot auch nötig ist und logische Erklärungen bietet.

Abseits dessen steht natürlich der Horror im Vordergrund, und den hat Hyams regelrecht unverblümt dargestellt. Hier verlieren etliche Opfer ihren Kopf, und das Monster wird in klassischer Weise bis zum letzten Teil des Streifens verborgen. Das hält den Zuschauer bei der Stange, nicht zuletzt wegen der eindringlichen und brutalen Szenen, mit denen der Regisseur gekonnt spielt. Es fließt viel Blut, aber meist dann in dunkler Atmosphäre, in unendlich langen Schächten oder grotesken Ausstellungsaufbauten. So vermischt das Werk geschickt Schockmomente mit dichtem, seichtem Horror, und ängstliche Naturen werden schnell an ihre Grenzen geführt.

Als Gesamtbild ist diese Mischung aus Ekelhorror und Kriminalelementen wie aus einem Guss geworden. Zwar gibt es nur wenige Locations zu sehen, die aber reichen aus, um die Story darum sinnvoll aufzubauen. Das Museum bietet genügend düstere Ecken und vereint unterschiedlichste Charaktere auf engerem Raum, so dass ein kleiner Mikrokosmos entsteht, den der Film offenkundig anstrebt. Ebenso ist auch der Erfolg des Filmes ein entsprechender, auch wenn er im Kino floppte. Als Heimkinoprodukt auf VHS und DVD wurde ihm ein später kleiner Ruhm zuteil und machte ihn zu einem Klassiker des späteren Splatterkinos.

Nicht ganz unbekannt ist auch der Cast besetzt worden. Tom Sizemore füllt hier den Part des Detective, abseits vieler seiner sonstigen Rollen, sehr sympathisch aus und kann durchaus überzeugen. Auch Penelope Ann Miller darf als scharfzüngige Biologin zeigen, was sie kann. Einen kleineren, aber den mit Abstand sympathischsten Part hat man mit James Whitmore als Kurator besetzt, der in fast jeder seiner Szenen einen lockeren Spruch auf Lager hat und auch sehr gelungen spielt. Etwas weniger auffallend wird es dann bei den vielen Nebenrollen, wo die etwas schwankende Qualität aber meistens des Monsters wegen abrupt endet.

Fazit

Ganz im klassischen Sinne ist „Das Relikt“ ein Horrorfilm geworden, der es versteht, subtile Angst mit Schockmomenten zu verbinden. Was ihn jedoch etwas aus der Masse abhebt, sind der säuberlich geschriebene Hintergrund sowie die sympathischen Charaktere, die den Film zum wesentlichen Teil tragen. Sicherlich nicht als Genre-Offenbarung angedacht, schaffte es Hyams aber durch sein gutes Auge mühelos, etwas mehr als nur eine stumpfe Schlachtplatte zu kreieren.

Autor: Sascha Wuttke

Wird geladen...

×