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In den magischen zwei Wochen eines gemalt erscheinend Sommers lernen sich John (Channing Tatum) und Savannah (Amanda Seyfried) in kitschigstem Glück am Strand kennen. Er: Special Forces, im Heimaturlaub und stets allein unterwegs. Sie: Ne ganz Hübsche und Liebe und sofort verschossen, als John zum Hechtsprung ansetzt um ihre Handtasche aus dem Wasser zu fischen. Die Liebe blüht und wird doch sogleich auf eine harte Probe gestellt, als John wieder zurück zu seiner Truppe muss.

Kritik

Sich über miserabel eingedeutsche Filmtitel aufzuregen ist in den letzten Jahren zum Nerd-Volkssport avanciert, da es zumeist doch schlichtweg egal ist, wie ein Film auf Deutsch heißt. Im Falle von „Das Leuchten der Stille“ muss aber dann doch erwähnt werden, dass der Originaltitel „Dear John“ in Bezug auf Handlung, Stil und überhaupt Alles deutlich mehr Sinn macht und folgend auch exklusiv Verwendung findet.

Zwar steigt „Dear John“ nicht in die absurde Herzschmerz-Sphären anderer Nicholas Sparks–Verfilmungen, allerdings scheint die erste Liebe mitsamt postalisch übermittelter Sehnsucht erzählerisch eine klare Unterforderung für Taschentuchspezialisten Lasse Hallström. Dieser hat mit „Message in a Bottle“ und „Gilbert Grape“ schon großes Gefühlskino gedreht und lässt in der Inszenierung um den tapferen und alsbald tief enttäuschten John schnell druchblicken, dass Akribie nicht das oberste Gebot der Umsetzung war. Das Timing ist in etlichen Szenen arg neben der Spur, Johns globale Einsätze in den Special Forces wirken optisch etwas zu blumig und die wenigen Überraschungen verrät der Plot allein durch seine limitierte Anzahl an relevanten Figuren.

Doch „Dear John“ mogelt sich dennoch durch und taugt hervorragend als dezent bewegende Sommerromanze (bei Sparks ist es halt irgendwie immer das gute Wetter – ansteckend). Grund hierfür ist, dass die titelgebende Briefbeziehung während des Mittelteils doch noch einen Schlag in die Magengrube versetzt und dass die zentralen Darsteller sehr gut miteinander harmonieren. Seyfried und Tatum mimen zwar nicht gerade ein Paar, welches man spontan zum Doppeldate einladen würde, wirken in ihrer Chemie allerdings glaubhaft. Das Duo im narrativen Zentrum funktioniert und wird durch Richard Jenkins („The Visitor“) auf höchstem Niveau ergänzt: Der Side-Plot um Johns Vater, ein verschüchterter Autist, geht in vielen Szenen unter die Haut und hätte eigentlich einen eigenen Film verdient. So kann Jenkins und die um ihn herum gesponnene Metapher über Münzprägung leider nur punktuelle Glanzlichter setzen.

Die militärischen, patriotischen und „Post 09/11“ – Haken, welche „Dear John“ im Laufe seiner Handlung zu schlagen versucht, sorgen zwar für Abwechslung in den Dialogen und Settings, werden aber leider zu kurz abgehandelt um länger im Hinterkopf zu bleiben.

Fazit

Der erfahrene Regisseur Lasse Hallström verzichtet auf eigenen Stil und dreht eine Nicholas Sparks Umsetzung aus dem Bilderbuch. Schöne Bilder, seichte Story und ganz viel Liebe. Der gediegene Kitsch-Faktor und ein starker Richard Jenkins heben den Film dennoch leicht über das Genre-Mittelmaß.

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