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Inhalt

Die Fernfahrer von Arizona stehen in einem Kleinkrieg mit der Polizei. In einer Bar eskaliert der Konflikt, infolgedessen es zu einer Schlägerei kommt. Um einer Strafe und der Rache des korrupten Sheriffs Lyle Wallace zu entgehen, tun sich die Trucker zu einem Konvoi zusammen, angeführt vom charismatischen Rubber Duck. Auf ihrem Weg Richtung New Mexico schließen sich immer mehr Trucks an. Schon bald werden die siegreichen Fahrer aufgrund ihres Mutes überall im Land gefeiert. Doch die Polizei lässt nicht locker und versucht, den Konvoi mit allen Mitteln zu stoppen …
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Möchte man den Freigeist, Querdenker und Action-Pionier Sam Peckinpah in seiner Gesamtheit verstehen, so gibt es wohl kein vorbei kommen an seinem letzten wichtigen Film "Convoy" aus dem Jahre 1978 (der letzte war dann der durchaus kritisierbare "Das Osterman-Weekend"). Immerhin stellt dieser wahrlich ein Denkmal seines liebsten Themas dar: Dem starken Wunsch nach unbändiger Freiheit. Bereits früh in seiner Karriere, in der sich Peckinpah niemals von Studiobossen oder Geldgebern etwas sagen lassen wollte, stattete er sich so mit diesem Motiv in seinen Filmen aus und glorifizierte förmlich den Kampf der alten starken Werte gegen die verrohende Maschinerie der Moderne, die für Peckinpah stets eine korrupte Versklavung bedeutete. Und so war das Genie, welches uns dank Filmen wie "The Wild Bunch" oder "The Getaway" das moderne Action-Kino schenkte (inklusive Slo-Motion-Shots sowie knallharten schnellen Schnitten), ein wahrer Verfechter der alten amerikanischen Werte. Umso ironischer ist es da, dass letztlich Peckinpah zusammen mit Ford, den Übergang vom Klassischen- zum Spätwestern bestritt. In "Convoy" schlussendlich, dürfen die Cowboys erneut in den Mittelpunkt. Zum letzten Mal, zum letzten großen Schlag gegen ein korruptes Polizei-Regime.

Zumindest ist dies die Ausgangslage, die uns "Convoy" selbst heute noch glorreich darlegt. Auf der einen Seite die raubeinigen wie Sprücheklopfenden Trucker (die einen Großteil der Sympathie sowie des Humors ausmachen), auf der anderen Seite die gnadenlose Polizei- und Militärmacht, die hervorragend von Gouverneur Jerry Haskins (Seymour Cassel) verkörpert wird. Und gerade die Trucker sind es, die noch ihren letzten Willen nach Freiheit frönen. Sie fahren ungehindert in einer archaischen Männerwelt, mitten in der modernen Welt, quer durch den Kontinent und sind so die wahren letzten wilden Einzelgänger. Das Recht liegt in ihrer Hand. Gesetze sind für sie nicht geltend, einzig ihre eigenen. Die Allegation zu den amerikanischen Siedlern ist dabei nicht zu übersehen. Verbinden sie sich letztlich gar zu einem Convoy, dann entsteht eine gewaltige Maschine, die sich nicht aufhalten lässt. Für Peckinpah war dies jedoch erst der Beginn, einen wahrhaft künstlerischen Actionfilm zu kreieren, der mit Kris Kristofferson ein passender Titelheld spendiert bekam.

Und so ist es vor allem Peckinpahs Geschick zu verdanken, dass die doch im Kern recht simple Geschichte über Freiheit, Männer-Bande (inklusive selbstverständlicher Solidarität) sowie Trucker-Leben, nicht gänzlich überzogen sowie langatmig daher kommt. Denn während sich Faustkämpfe, Fahr-Action sowie Slo-Motion-Szenen abwechseln, wird dies alles gekonnt mit einem unbändigen Soundrack untermalt (hier vor allem im Gedächtnis geblieben: "Convoy" von C.W. McCall), sodass Fans solcher Geschichten voll auf ihre Kosten kommen. Polizei vs. Die Wilden – niemals sah eine so simple Story so gut aus wie 1978.

Blu-Ray: Die gilt ebenso für die am 02.10. erschienene Version von Studiocanal. So wurde das Bild Originalnegativ neu abgetastet und scheinbar auch an vielen Stellen neu restauriert. Zwar wurde beim Sound hierauf verzichtet, was letztlich aber vor allem Originalität bringt. Die Featurettes unterdessen (unter anderem drei verlorene Szenen, Insider Witze, Freunde, Cameos sowie Dreh-Details), haben einen merklichen Mehrwert und würdigen die BD auf eine gute Weise. Alles in allem, kann man hier getrost zugreifen.

Fazit

"Convoy"  ist ohne Frage Kult sowie einer der wichtigsten Trucker-Filme die es gibt. Und dabei ist es einzig Kris Kristofferson zu verdanken, dass der Querkopf Sam Peckinpah die Dreharbeiten abschließen durfte. Für Peckinpah selbst, sollte es unterdessen der vorletzte Film werden. Doch auch einer der wichtigsten. Denn Motive wie Freiheit, der Kampf gegen die Moderne und die Rückbesinnung auf die alten amerikanischen Werte, sind allgegenwärtig. Doch auch als Action-Film, ist "Convoy" heute immer noch eine Pracht. Und so bleibt es dabei, nur die Straße ist das Gesetz…

Autor: Thomas Repenning

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