Ihren konzentrierten filmischen Blick richtet Marlene Edoyan in ihrem dokumentarischen Kinodebüt auf drei junge Männer in einem entlegenen georgischen Dorf. Jenes ist zugleich geographischer Bindungsort ist und Quelle unterdrückter emotionaler Entfremdung in einer Langzeitstudie mit subtilem Fokus auf die unterschwelligen psychologischen Impulse und die visuelle Allegorik unscheinbarere Alltagsszenen. Äußerer Druck und innere Anspannung spiegeln einander in einem ebenso zurückhaltenden wie konzentrierten Gruppenporträt, das psychologische Profilierung mit lyrischen Landschaftsansichten verknüpft.