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“A Child of My Own” - Review

Lidanoir

Von Lidanoir in Visions du Réel 2026 - 57th Edition of International Documentary Film Festival

“A Child of My Own” - Review Bildnachweis: © Sandra Godinez Vázquez | Visions du Réel 2026

Von den prinzessinnenhaften Pastelltönen, die ein bizarres Verbrechen zuckersüß färben, über den romantischen Soundtrack für eine Geschichte von Zwang und Pflichterfüllung bis zu dem zärtlichen Blick auf eine Frau, die von der Klatschpresse als eiskalte Psychopathin dargestellt wurde, ist s (An ihrer Stelle) ausgefeiltes Doku-Drama definiert von scheinbar unvereinbaren Gegensätzen. So scheint es nur konsequent, dass die chilenische Regisseurin in ihrer faszinierenden Fallstudie weniger an einer objektiven Wahrheit interessiert ist als an soziologischer Subjektivität. Ein raffiniertes Geflecht aus Reportage, Psychodrama und Telenovela demaskiert die sozialstrukturelle  Komplizenschaft einer wahren Geschichte gleich einer sensationalistischen Soap Opera.

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