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Videospiel "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020" im Test

OnealRedux

Von OnealRedux in Videospiel "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020" im Test

Videospiel "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020" im Test Bildnachweis: © SEGA

Ihr wollt jetzt schon Teil der kommenden Olympischen Sommerspiele in Tokio im Juli 2020 sein? Nun, dann auf und ab in den Handel, denn mit Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 wird genau dieser Wunsch möglich. Wie fast jedes Jahr (seit 2008 unter anderem Beijing, Vancouver, London, Rio etc.) gibt es Dank SEGA – in Kooperation mit Nintendo – das Spielfreudige Disziplinen-Fest mit den altbekannten Helden der Mario und Sonic Welten (seit dem 08.11. auf der Switch verfügbar). Doch kann auch dieses Jahr das Sportspiel mit seinen verschiedenen Modi sowie Möglichkeiten überzeugen? Und viel wichtiger noch: Ist der eingebaute Story-Modus passend zum bunten Treiben der Figuren auf der Mattscheibe? Nun, letzteres kann leider schon verneint werden, dafür macht aber Sega erneut eine richtige gute Figur bei der Inszenierung sowie dem Spaßfaktor. Wir haben uns einmal in die Olympiade gestürzt.

Story

In Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 erleben sie nun ihr bislang größtes Abenteuer - exklusiv auf Nintendo Switch. Die SpielerInnen schlüpfen in die Rolle der Titelhelden oder in die zahlreicher, beliebter Charaktere aus den Mario- und Sonic-Universen. So mischen aus dem Pilzkönigreich unter anderem Luigi, Peach, Bowser oder Yoshi mit, während Tails, Amy Rose, Dr. Eggman und Knuckles die Welt von Sonic vertreten. Im Multiplayer-Modus können offline bis zu vier und online sogar bis zu acht Olympioniken gegeneinander antreten und dabei zwischen Bewegungssteuerung und traditioneller Tastensteuerung wählen. Im Kampf um Gold liefern sie sich dabei packende Sportwettkämpfe, die um vier neue Disziplinen erweitert werden: Skateboard, Karate, Surfen und Sportklettern. Unterschiedlichste Sport- und Fun-Wettbewerbe sowie verschiedene Spielweisen sorgen für Abwechslung ohne Ende.

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Kritik

Beginnen wir bei der wohl größten Schwäche von Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokio 2020: Der Geschichte. Denn wer jetzt direkt seine eigene Olympiade mit den Freunden starten möchte, wird gleich zu Beginn enttäuscht. Zwar lassen sich die einzelnen Disziplinen - insgesamt über 21 Stück im Schnellspielmodus – leicht auswählen und spielen, jedoch nicht direkt hintereinander ohne Unterbrechung per Menü. Dafür ist nämlich der Story-Modus da. Allerdings hat dieser einige schwerwiegende Probleme. Denn während uns die kindlich kitschige Geschichte rund um einen finsteren Plan von Bowser und Dr. Eggman – mit seiner verzauberten Retrokonsole – zu Beginn noch entzücken kann, stellt sich danach recht schnell Ernüchterung ein. Zu simpel läuft die Handlung ab, zu flach sind die Textstücke und viel zu viel Leerlauf gibt es neben den Disziplinen. Das wir schließlich mit Luigi in der normalen Welt die Olympiade bestreiten, während Mario und Sonic im Retro-Design (insgesamt aber atmosphärisch richtig toll umgesetzt) um die Wette laufen, ist dann nur noch schnödes Beiwerk. Schade, denn SEGA schafft es nicht Story und Sport in Einklang zu bringen. Da hilft es auch wenig, dass die Oberweltkarte zur simplen Sportauswahl verkommt und das freie Erkunden der Sportstätten nur noch mehr leere Dialogzeilen (mit Infos rund um Tokio, Olympia sowie der Sonic und Mario Welt) produziert.

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Allerdings steht die Geschichte zum Glück im Spiel keineswegs im Vordergrund, immerhin geht es hier um die sportlichen Disziplinen sowie dem Spaß-Faktor als gewisse Mini-Spielsammlung. Und genau hier, kann SEGA auf voller Ebene punkten: Denn neben den 21 Olympischen Disziplinen des Schnellspielmodus (unter anderem 100 Meter, Speerwerfen, Boxen, Kanufahren, Tischtennis, Fußball, Fechten, Schwimmen oder Bogenschießen), wobei insgesamt vier davon dieses Jahr ihr Debüt feiern (Surfen, Karate, Sportklettern und Skateboarden), gibt es noch die neuen drei Traumwettkämpfe, 10 Retro-Disziplinen aus der Tokio 64 Konsole sowie die 10 recht simplen aber kurzweiligen Minispiele aus dem Story-Modus. Insgesamt wird also jede Menge Abwechslung und Inhalt geboten. Gerade die Traumwettkämpfe sind hierbei durchaus gelungen und bieten dank flotter Steuerung und bunter Inszenierung jede Menge Spaß. Egal wer jetzt auf die Klassiker setzt oder sich an völlig neuen Herausforderungen versucht. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, sodass Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 im Kern fantastische Unterhaltung bietet.

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Dies liegt auch an der sehr gut umgesetzten Steuerung, der gelungenen Inszenierung sowie dem gehörigen Spaß-Faktor einiger Disziplinen. Denn während das normale Spiel bereits gut kurzweilige Unterhaltung bietet, machen gerade die Mannschaftsportarten jede Menge Laune. Trotz einer gewissen Unübersichtlichkeit, wird hier gut und gerne gebrüllt und angefeindet, sodass man am Ende aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Allerdings sind nicht alle Sportarten im 4er Koop möglich. So sind beispielsweise Disziplinen wie Surfen oder Springreiten nur zu zweit umsetzbar, was etwas mehr Leerlauf produziert. Wer indes gerade keine Party zuhause ausrichtet, kann natürlich auch gewohnt den Online-Modus benutzen. Wir empfehlen hier auf jeden Fall das Freie Spiel. Neben dem klaren Party-Spaß-Faktor überzeugt Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokio 2020 aber auch durch seine Steuerung: Egal ob Bewegungssteuerung oder doch klassische Tastenbelegung, die Mechaniken gehen gut von der Hand, die Sportarten sind gut zu meistern und eine gute Anleitung wird zudem ebenfalls mitgeliefert. Zwar fällt die Steuerung etwas simpel aus, bietet aber an gut platzierten Stellen auch das gewisse knifflige Etwas, sodass Training unumgänglich ist, um schließlich Gold – gegenüber seinen Freunden – zu erreichen.

Fazit

Fans von Sportspielen werden um Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokio 2020 definitiv nicht herumkommen: Denn obgleich die Geschichte bzw. der Story-Modus an vielen Stellen völlige Banalität hervorruft und sich SEGA die Frage gefallen lassen muss, warum es nicht möglich ist seine eigene Olympiade zu bauen, bietet das Spiel unglaublich viel Inhalt, jede Menge Spaß und zudem eine hervorragende Inszenierung und Steuerung. Gerade die neuen Disziplinen, die kurzweiligen Mini-Spiele und die Retro-Kapitel fügen sich gekonnt in das Gesamtkonzept von Mario & Sonic ein und bieten jede Menge Unterhaltung.

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