Weite, finstere Räume, in denen die Charaktere Adrian Chiarellas glaubenskritischen Genre-Kinos wie verloren scheinen, betonen die soziale Isolation der gehetzten Figuren. Deren überzeugende Verkörperung durch die jungen Hauptdarstellenden vermittelt die psychologische Spannung zwischen Sehnsucht und Furcht, Nähe und Entfremdung. Jed Kürzels sonorer Soundtrack verstärkt die Wirkung der klaustrophobischen Kamera, die sich an die ausgegrenzten Charaktere anschleicht. Die monströse Präsenz repräsentiert nicht nur stigmatisierte Sexualität, sondern die internalisierte Selbstablehnung und Scham, mit denen religiöse Dogmen queere Existenzen infiltrieren. Homophobie materialisiert sich in ihrer wörtlichen Übersetzung als personifizierte Angst, in der bigotte Brutalität und abstrahierte Aggression verschmelzen.