Formal konzentriert und dramaturgisch kondensiert begleitet Suzanne Andrews Correas psychologischer Thriller seine entschlossene Protagonistin über wenige Tage, in denen ihre innere Qual ein Ventil findet. Die eigenmächtigen Hinrichtungen fungieren als strukturelle Marker innerhalb des konzisen Plots, der die zerrissene Psyche seiner Hauptfigur durch fokussierte Körpersprache und metaphysische Metaphorik vermittelt. Adriana Paz herausragende Darstellung wird zum glühenden Zentrum einer mit mythischer Allegorik untermauerten Story, die Selbstjustiz in ihrer tragischen Motivation und Resolution untersucht. Dunkelheit und Dreck deuten auf den moralischen Abgrund, der die paradox benannte Protagonistin zu verschlingen droht.