Dass Cathy Yans hohle Szene-Komödie haufenweise Kunstwerke zitiert - Jacques-Louis Davids “Marats Tod”, Banksys selbstzerstörendem Gemälde, Maurizio Cattelans “Comedian” - ist das intellektualistische Pendant des Star-Schaulaufens vor der Kamera. Dichte Montage und reduzierter Schnitt suggerieren aufwendige Plansequenzen. Hinter der feministischen Fassade und postmoderner Patina dümpeln Akademismus, Elitarismus und eine konservative Kunstauffassung, die zeitgenössische Werke als alberne Degeneration musealer Klassiker betrachtet. Mit Ausnahme Randolphs knallchargiert das namhafte Ensemble, passend zu den schrägen Figuren-Stereotypen und abstrusen Narrativen. Yans zweiter Film auf Sundance will krampfhaft alles sein, was er verhöhnt: modern, hip, populär und lukrativ.