Wortgewandte Dialoge, eine ironische Umkehrung fiktiver Klischee-Reaktionen auf queere Erfahrungen und allen voran der fabelhafte Cast machen James Schamus Neuauflage so kurzweilig und amüsant wie das Original. Dessen unterschwellige Kritik an repressiven Traditionen gesellschaftlicher und familiärer Art fehlt Schamus’ verkomplizierter Story allerdings. Die allseitige Akzeptanz, institutionell, sozial und privat, in der das Figuren-Ensemble nur mit gewöhnlichen Gefühlsverwirrungen klarkommen muss, wirkt fast utopisch angesichts zeitpolitischer Ereignisse. Dieses naive Wunschbild gehört auch zum Genre. Enttäuschend ist es trotzdem.
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