Am bemerkenswertesten ist Ira Sachs präzises Amalgam aus Konversationstheater und Kammerspiel paradoxerweise nicht für das, was seine historischen Figuren darin sagen, sondern was nicht angesprochen wird. Die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der abgebildeten Ära finden genauso wenig Erwähnung wie die privaten Konflikte der Charaktere. Deren stilvolle Verkörperung durch Hall und Wishaw verleiht dem Geschehen den sterilen Reiz einer Schauspielklasse. Das Resultat ist ein seelenloser Schaukasten eleganter Inneneinrichtung und modebewusster Kostüme, deren Publikum lange vor dem Hauptcharakter einschläft.
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