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Spionage, Transsexuelle und Fantasy - Die Kinoneustarts der Woche

von Thomas Repenning

Ein Straßenstrich in Los Angeles, die Transgender-Szene und ein Festival-Liebling. Natürlich war da das Interesse groß und unser Autor Tobias Bangemann war ziemlich begeistert. So vergab er bei Tangerine L.A. insgesamt 8,5 von 10 möglichen Punkten: 

[...] Trotzdem der Film nicht auf das Gimmick reduziert werden soll, muss dieses ob seiner Besonderheit doch Erwähnung finden. Sean S. Baker hatte zu Beginn der Produktion Probleme das nötige Kleingeld aufzutreiben und entschied sich daher, in einigen belangen Kompromisse einzugehen. Einer davon war die Kameraarbeit, bei der nicht - wie heute selbst in den kleinsten Produktionen üblich - eine professionelle Filmkamera Verwendung fand, sondern lediglich drei mit zusätzlichen Linsen, einer App zur Verbesserung des Fokus und einem Steady-Cam-Gerüst modifizierte Iphones. Bei Sichtung des Films verschwendet man allerdings keinen Gedanken daran, hier gerade einen "Iphonefilm" zu schauen, denn diese Tatsache sieht man dem Film zu keinem Zeitpunkt an. Der aus finanziellen Gründen geschlossene Kompromiss war dem Film damit nicht nur nicht abträglich, sondern half im Gegenteil die Kameraarbeit deutlich geschmeidiger und dynamischer zu gestalten. Diese Dynamik geht Hand in Hand mit dem schnellen Pacing der Geschichte und verleiht dem Film einen fast schon dokumentarischen Charakter. Es fühlt sich so an als wäre man selbst dabei. [...]

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