Schwer denkbar, dass der wahre Justizfall, der die argentinische Autorin Nataia Zito zu ihrer 2021 erschienen Buchvorlage anregte, ähnlich ermüdend war wie Daniel Hendlers triviale Dramödie. Die ignoriert die psychopathologischen Konzepte, gesellschaftliche Bias und institutionellen Strukturen, die eine Zwangseinweisung in eine Anstalt erst möglich machen zugunsten eines fadenscheinigen Appells gegen Altersdiskriminierung. Dabei rückt der Regisseur und Drehbuchautor sich als heimlichen Hauptcharakter lieber selbst in den Mittelpunkt, als ein glaubhaftes Charakterbild seiner Protagonistin zu erstellen. Die artifiziellen Studio-Settings und austauschbare Ästhetik unterstreichen die Biederkeit der zähen Elite-Eskapade.
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