Zwar prägen das Tauchen und die Verbundenheit mit der See Alberto Rodríguez‘ Krimi-Drama auf sprachlicher, charakterlicher und narrativer Ebene, doch von den eigentlichen Tauchgängen sieht man vergleichsweise wenig. Das ist umso enttäuschender, da die technisch überzeugenden Unterwasseraufnahmen mit einer eigenen Atmosphäre bestechen. Einsamkeit und Zusammenhalt, Sehnsucht und Gefahr, Ausbeutung und Möglichkeiten treffen unter Wasser aufeinander. Ähnlich der familiären Spannungen ist die ambivalente Passion stets greifbar, aber nie klar im Fokus. So bleibt der unebene Genre-Mix ein Werk der vertanen Chancen, das Schauspiel und Stimmung über Wasser halten.
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