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"Mr. Robot" - Staffel 4 - Kritik

siBBe

Von siBBe in "Mr. Robot" - Staffel 4 - Kritik

"Mr. Robot" - Staffel 4 - Kritik Bildnachweis: © USA Network

Story

Elliot (Rami Malek) setzt alles daran, den Plan von Whiterose und ihrer Dark Army zu durchkreuzen. Nicht nur sein letzter Hack stellt ihn vor seine größte Herausforderung, auch die Geheimnisse, die er auf seinem Weg ans Licht bringt, gefährden sämtliche Vorhaben.

Kritik

Ein Quotenmagnet war Mr. Robot nie, dennoch hielt USA Network an seiner Prestigeserie fest, die unter Kritikern hohes Ansehen genoss und regelmäßig mit Preisen ausgezeichnet wurde. Bis zur anvisierten 4. Staffel hat man sich den schwierigen Weg erkämpft und damit erhält Serienschöpfer Sam Esmail (Homecoming) nun die wohlverdiente Gelegenheit, sein Projekt so abzuschließen, wie er es von Anfang an gewollt hat. Gelungen ist ihm dabei ein wahres Meisterstück!

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13 Folgen spendierte man dem Abschluss, mehr als jeder Staffel zuvor. Esmail nutzt die Gelegenheit für zahlreiche technische und inhaltliche Spielereien, was in den meisten Fällen wieder gewohnt kreativ oder gar atemberaubend ausfällt. So inszeniert er beispielsweise eine komplette Episode ohne ein gesprochenes Wort, wobei die Akteure einen heiklen Heist absolvieren. Das funktioniert unter seiner meisterhaften Regie blendend und fühlt sich angenehm frisch und intensiv an. Nicht minder spektakulär wird es in einer anderen Folge, die als Kammerspiel innerhalb zweier Räume wie ein Bühnenstück aufgeführt und in fünf Akte aufgeteilt wird. Dabei dreht Esmail die Spannungsschraube bis ins Unermessliche, die beteiligten Darsteller liefern ihre wohl besten Performances ab und mit einer bösen Überraschung lässt man darüber hinaus auch noch die Bombe platzen.

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Mr. Robot war schon immer eine Serie, die sich gern an Neuem ausprobierte und dazu auf unkonventionelle Mittel zurückgriff, beispielsweise auf die ungewöhnlichen, aber doch stets hoch interessanten Kameraeinstellungen, die jederzeit ins Auge springen oder die hübsche Bildkomposition. Es ist schön, dass man sich bis zum Ende dahingehend treu bliebt und die Serie auf ein kreatives Level hievte, auf dem sich nur ganz wenig andere befinden. Das gebührt Respekt und Anerkennung. 13 Folgen hätte es in Staffel 4 vielleicht nicht unbedingt gebraucht, zwei Filler-Episoden haben sich nämlich mit eingeschlichen. Auf eine davon mögen zwar die gerade noch positiv aufgeführten Aspekte ebenfalls zutreffen, da hier mit unheimlich starker Bildsprache gearbeitet wird, doch der surreal ausartende Ausflug in einen Wald ist letztendlich konfus und treibt die Story in keiner Weise voran. Die andere betroffene Episode versteht sich als Verschnaufpause nach einem vorigen Höhepunkt, ein Trip zum Flughafen stellt wieder die Charaktere in den Vordergrund und schließt mit einem kleinen Sideplot ab, was man jedoch auch in wenigen Minuten hätte erledigen können. Beides keine dramatischen Patzer, sondern eher Meckern auf hohem Niveau.

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Klammert man diese beiden Ausläufer nämlich aus, so ist Staffel 4 schlichtweg großartig. Die Handlung bleibt durchgehend spannend, schafft es den Zuschauer emotional zu packen und mit diversen Überraschungen ordentlich durchzurütteln. Dass man auch weiterhin Kritik am kapitalistischen System und an der heutigen Digitalisierung ausübt, versteht sich von selbst. Die ganze Genialität hinter der Staffel, hinter der gesamten Serie, zeigt sich spätestens zum Schluss, wenn Esmail alle erzählerischen Fäden verbindet und zeigt, dass er nicht wie viele andere einfach nur von Staffel zu Staffel spontan die Handlung vorantrieb, sondern von Anfang an einen Masterplan verfolgte, der nun in aller Klarheit offenbart wird. Die Zuschauer erwartet hier ein Finale, wie sie es sich besser gar nicht hätte wünschen können, ein ausgezeichnet durchdachter Abschluss, der unter die Haut geht und sie mit einem großen Knall verabschiedet. Fantastisch!


Fazit

Nur wenige Serien finden einen zufriedenstellenden Abschluss, "Mr. Robot" findet womöglich den besten. Wenn eine fabelhafte Serie eine solch hervorragende letzte Staffel bekommt und dann auch noch mit einem derart grandiosen Finale gekrönt wird, möchte man sich als Zuschauer nur vor all den talentierten Köpfen verneigen, die hier beteiligt waren. Abschiede fallen immer schwer, dieser hier wird einem aber wenigstens immer positiv in Erinnerung bleiben.
Goodbye, friend.

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