Es ist wieder so weit: Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, das Wetter ungemütlicher und Halloween – die Nacht, in der Geister, Hexen und Monster ihr Unwesen treiben – steht vor der Tür. Passend dazu liegt im Moment beziehungsweise genau genommen bereits seit September ein neues „Retro-Sternchen“ in den Regalen der Zeitschriftenhandlungen. Denn die Jungs und Mädels des Verlags Immundula haben im Rahmen des Magazins Moviestar Retro eine Spezialausgabe geschaffen, die sich exklusiv mit dem Thema Horrorfilme beschäftigt. Und wenn du dir jetzt denkst „Äh, wie, Moviestar Retro?!“ dann findest du hier, was es damit auf sich hat und warum sich die Heftreihe für dich lohnen könnte.
Aber zurück zur Horror-Spezialausgabe. Diese liefert auf etwas mehr als 110 Seiten die geballte Ladung Schrecken, Grusel, Furcht und Panik. Also genau das Richtige für Horrorfans oder jene, die es werden wollen. Geboten wird eine gute Balance aus unterschiedlichen Jahrzehnten sowie Subgenres, wobei manche Filmtitel eher „mainstreamig“ ausfallen, während andere über einen deutlich weniger großen Bekanntheitsgrad verfügen, sodass für jeden bzw. jede etwas dabei sein dürfte. Abseits der entsprechenden Texte ist das Heft mit unzähligen Farbfotos gespickt, die Filmszenen, Filmplakate oder Ähnliches zeigen – wobei dies selbstredend einiges an Platz in Anspruch nimmt (ein vierseitiger Artikel würde ohne Fotos tendenziell auch auf knapp zwei Seiten passen). Auf visueller Ebene ansprechend ist zudem, dass sich die einzelnen Themenblöcke in ihrer Hintergrundfarbe angenehm voneinander unterscheiden und sich potenziell störende Werbung in vertretbaren Grenzen hält.
Und welche Titel beziehungsweise Themen werden innerhalb dieses Hefts behandelt? Nun, da wäre zum Beispiel:
Sechzehn Seiten rund um den mordenden Mann mit der Hockeymaske. Und wenn es um blutrünstige Killer geht, muss natürlich auch die Gegenseite vertreten sein, weswegen in "Scream Queens" auf sechs Seiten die wohl prominentesten unter ihnen aufgeführt werden. Außerdem gibt es für die Nautiker unter uns einen groben Abriss über einige bekanntere wie auch unbekanntere "Unterwasser-Horror"-Streifen, wohingegen "Monströse Liebe?" der Geschichte des queeren Horrors gewidmet ist.
Du siehst, inhaltlich ist das Heft angenehm breit aufgestellt. Allerdings muss man sagen, dass sich ein paar Segmente dann doch eher an komplette Horrorneueinsteiger*innen zu richten scheinen. Der Abschnitt "Horrorikonen der 80er" kommt beispielsweise kaum über ein simples „Namedropping“ hinaus. Kaum tiefschürfender fällt das Segment über "Die größten Horror-Klischees" aus, und auch "100 Jahre Horror – Entwicklung eines Genres" bietet kaum mehr als einen rudimentären Rundumschlag durch die einzelnen Kinojahrzehnte einschließlich der Auflistung von jeweils zehn (vermeintlich) essenziellen Werken. Als simple Übersicht für Horrorneulinge ist der grobe Abriss mit Sicherheit hilfreich, doch für Genreenthusiast*innen dürfte auch hier kaum etwas zu holen sein. Für Horrorfans ungleich interessanter (und auch informativer) fallen hingegen Beiträge wie jene zu "Monströse Liebe?", Blob, Schrecken ohne Namen, Fredas Dr. Hichcock-Filmen oder I, Monster mit Christopher Lee aus.
So, und falls das Heft beziehungsweise dessen Inhalt dein Interesse geweckt haben sollte, dann findest du es für den Preis von 12,95€ beim Zeitschriftenhändler deines Vertrauens oder – falls du das Haus nicht verlassen möchtest – online bei Shops wie jpc.de oder buecher.de. Abschließend noch ein kleiner „Spoiler“: Es wird eine weitere Ausgabe der Moviestar Retro Special-Reihe geben und sagen wir es mal so, das „zukünftige“ Heft wird „nicht von dieser Welt“ sein. In diesem Sinne: keep watching the skies!
Hinweis: Das Magazin wurde uns freundlicherweise von der Immundula GmbH als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Fotos wurden mit dem Smartphone aufgenommen und mithilfe von Pixia.org nachbearbeitet.
Kaufst du dir hin und wieder Literatur rund um das Thema Filme, Serien, Hollywood etc.?
Ja, durchaus. (Konkrete Lesetipps gerne in Form eines Kommentars) — 50% (1)
Nein, wozu? Es gibt schließlich das Internet. — 50% (1)
Ich würde ja gerne, aber ich weiß nicht, was. — 0% (0)
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