Bildnachweis: © Frederic Batier / Pandora Film

Die Berlinale 2024 auf Moviebreak

von Thomas Repenning
Im gegenwärtigen Kontext eines bildungsbürgerlichen Neo-Konservativismus, der sich vom rechten Rand kaum abgrenzen lässt, wirkt Andreas Dresens biederer Beitrag zum Berlinale-Wettbewerb noch fragwürdiger, als ihn die verkappte Verharmlosung der Nazi-Ära und politischer Haft ohnehin macht. Statt Schreckenstaten sieht man Schrebergärten, satt Endphase-Verbrechen gibt es Erdbeermarmelade, statt Folter im Knast Familienglück. Dazu heitere - viel zu heitere - Hochglanz-Bilder, die sich für die Motivation der Figuren noch weniger interessieren als für die Frage, ab wann Rebellieren Résistance wird. 
Thomas Repenning

Chefredakteur

Filme, unendliche Weiten ... dies sind die Abenteuer von Oneal, der sich vorgenommen hat, so viele Filme in seinem Leben zu schauen wie es irgendwie geht. Die Expertise liegt irgendwo zwischen Asia-Kino, Sci-Fi und Action. Doch auch schwere Kost und gerne philosophisch darf es sein. Zudem Chef von Moviebreak.

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