Konstruktion und Dekonstruktion kolonialistischer Konzepte kollidieren miteinander in Nathan Grossmans ebenso pointierter wie provokanter Konfrontation mit der Geschichte ethnographischen Exkursionen. Deren kommerzielle und sensationalistische Motivation wird beschämend offensichtlich in einer revisionistischen Reportage, die weiße, westliche Blickregime und kapitalistisches Kalkül vorführen will und dabei beachtlich erfolgreicher ist. Obwohl um Selbstreflexion bemüht, ringt die ambivalente Auseinandersetzung selbst mit den Blickregimen und dem kapitalistischen Kalkül, das sie kritisiert.
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