Als Begriff der Anishinaabe, einer Kulturgruppe verschiedener Indigener Gemeinschaften Nord Amerikas Great Lakes Region, definiert bereits der Titel Adam und Zack Khalils dokumentarischer Aufarbeitung einen Gegenentwurf zum kolonialistischen Konstrukt von Ahnenschaft und Zeitbeziehung. Beide verlaufen demnach nicht in einer linearen chronologischen Distanzierung, in der ein langer Zeitraum und mehrere Generationen emotionale Abgrenzung bedeuten, sondern folgen einem Verständnis spiritueller Nähe. Jene Nähe ist brutal aufgebrochen durch den Grabraum kolonialistischer Eroberer und selbstdeklarierter Forscher, die Gebeine der Vorfahren zu morbiden Museumsgüter degradierten.