Cologne Conference: Der rasante Wandel seines Heimatlandes ist wie schon in seinem letzten Film „A Touch of Sin“ unterliegendes Thema von Jia Zhangkes neuestem Meisterwerk „Mountains May Depart“. Diesmal verhandelt er es anhand einer anrührenden Dreiecksgeschichte, die sich in drei Etappen von den späten 90er Jahren bis in die Zukunft des Jahres 2025 erstreckt. Die hübsche Tanzlehrerin Tao hat zwei Verehrer, den Minenarbeiter Liangzi und den Neureichen Zhang. Tao entscheidet sich für eine sichere Zukunft. Aber damit nicht unbedingt für das Glück, wie die folgenden 25 Jahre zeigen werden. Bei jeden Zeitsprung erweitern Jia und sein herausragender Kameramann Yu Lik Wai das Format von „Mountains May Depart“: vom klassischen Seitenverhältnis 1,33:1 bis zum extremen Cinemascope im letzten Abschnitt. Herausgekommen ist Jias bislang persönlichster und zugänglichster Film. „Ein Werk von großem Ehrgeiz und tief gefühltem Humanismus“ schreibt das Branchenblatt Variety. Der Film lief dieses Jahr im Wettbewerb von Cannes.
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