NachLeopardiundThe King of Laughtermacht sich Mario Martone erneut an ein Biopic, diesmal der obskuren italienischen Schriftstellerin Goliarda Sapienza. Der Großteil deren bewegten Lebens wird komplett ausgeblendet. Die Protagonistin bleibt eine leere Hülle: fade, kindisch und weltfremd. Diese Reduktion ist paradigmatisch für die Darstellung des überwiegend weiblichen Ensembles. Zänkisch, kokett, wankelmütig und eifersüchtig, sind sie sexistische Soap-Opera-Stereotypen. Die in Werbeoptik gehaltene Inszenierung interessiert sich mehr für deren Körper als ihre Persönlichkeit. Biografische, zeithistorische oder soziale Einsicht fehlen der ereignislosen Handlung ebenso Dramatik und Verve.
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