Basierend auf Jérôme Ferraris gleichnamigem Roman umreißt Thierry de Peretti zwei Jahrzehnte im Leben einer fassadenhaften Protagonistin, deren bizarrere Proxy-Aktivismus zum fiktiven Pendant des inszenatorischen Mangels an Initiative und Investigation. Jener erstreckt sich von der emotionalen über die soziale bis zur politischen Ebene des holen Plots, dessen ethische und existenzialistische Konflikte bloße Behauptung bleiben. Geflissentlich ignoriert werden auch die nationalistischen, chauvinistischen und fundamentalistischen Facetten eines bewaffneten Widerstands, der filmisch so gekünstelt erscheint wie das Schauspiel.
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