Dass Catherine Corsinis Drama einer materiell eingeschränkten Bediensteten of color von ihrer eigenen privilegierten Jugend inspiriert ist, vermittelt eine Ahnung der Ignoranz und Impertinenz ihrer äußerlich adretten Inszenierung. Darin erscheint Alltagsrassismus als bedeutungsloser Patzer im Grunde wohlwollender Menschen. Othering wird als hohler Teenie-Slang abgetan und unterschwellige Diskriminierung von der hedonistischen Handlung zur individuellen, implizit unbegründeten Empfindung bagatellisiert. Die überzeugenden Darstellerinnen verdienen Besseres als diese dramatisch flache Negierung der referenzierten Problematik.
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