Bereits der Titel Finlay Pretsells faszinierenden Panoptikums, das im Panorama der 76. Berlinale Premiere feiert, doppelt und teilt Douglas Gordon in Auteur und Sujet. Mit dieser subjektiven Fragmentierung spielt und ringt das intime Porträt, das sich konzeptuellen Konflikten ebenso konsequent stellt wie Pretsell sich den pointierten Provokationen Gordons. Das rigorose Kondensieren der Hunderten Stunden Drehmaterial erhöht die innere Spannung der visuell bewusst rohen Aufnahmen. Unschärfen, diffuses Licht und verwinkelte Einstellungen werden zu optischen Metaphern der verschlungenen psychischen Pfade konfrontativer Kreativität.
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