Botanische Fabel, ökologische Mahnung und poststrukturelle Parabel verwebt Priscilla Kellen zu einem visuell und narrativ gleichermaßen phantasievollen Animationsfilm. Naive Malerei, klassischer und abstrakter Expressionismus sind die markantesten Inspirationen der sprühenden Bilderwelt. Deren Niedlichkeit enthüllt unvermittelt bedrohliche Facetten, kulminiert in psychedelische Phantasmen, doch bleibt gleich der pflanzlichen Protagonistin stets naturverbunden. Obzwar die Botschaft einer scheinbar notwendigen Verwurzelung im zeitpolitischen Kontext globaler Migration ambivalente Aspekte annimmt, bleibt sie offen genug für eine emanzipatorische Interpretation. Ohne Worte, doch voller Idealismus und Imagination.
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