Zwölf Jahre nach "Future Beach" kehrt Karim Aïnouz zurück in den Wettbewerb der Berlinale mit einer Kink-Crime-Comedy von perplexer Doppelmoral. Die geschliffene Inszenierung ist vernarrt in die luxuriösen Oberflächen, deren seelenlose Sinnlosigkeit sie vorführt. Ableistische Untertöne definieren körperliche Einschränkungen und Krankheit als Symptom dysfunktionaler Beziehungen. Aggressive Farbigkeit und überbelichtete Settings kontrastieren mit der mentalen Abstumpfung der Charaktere. Deren prominente Darstellende sind metatextueller Teil der Fixierung des Figuren-Ensembles auf große Namen. Ein karikatureskes Kaleidoskop privilegierten Verfalls, das selbst den elitären Ennui ausstrahlt, den es verhöhnt.
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