Zugehörigkeit im Kontext von Gender, Gemeinschaft und Gesellschaft ist das übergreifende Motiv Ian de la Rosas gradlinigen Debüt-Dramas, das die Schwierigkeit der eigenen Identitätsfindung als vielschichtiges universelles Problem aufzeigt. Die Frage nach dem Selbstbild wird in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten und an unterschiedlichen Punkten der Biographie anders beantwortet und kann in Eigen- und Fremdwahrnehmung radikal variieren. Weite Landschaften und beengte Innenräume kontrastieren sinnbildlich die Sehnsüchte der Figuren mit deren trister Realität. Kleine Unsicherheiten des naturalistischen Schauspiels fügen sich organisch in die lebensnahen Charakterbilder.