Kai Stänickes Dorf-Theater-Hetzjagd um eine Identität, gespalten zwischen Individuum und kollektiver Performanz, ist in seiner verfremdenden Stilistik ambitioniert, in seinem Themengeflecht vielseitig, und dennoch zu nichtssagend. Die Geschichte von einem, der beweisen muss, dazuzugehören, obwohl er es eigentlich nie tat, bietet ausreichend Potenzial für eine radikale Neuinterpretation gesellschaftlicher Identifikation, welche „Der Heimatlose“ jedoch nur ärgerlich beiseiteschiebt, statt es je zu nutzen. Was bleibt ist eine reine, inszenatorische Behauptung, die groß fragt und leer beantwortet.