Baugerüste prägen die Silhouette Beiruts, dessen anderweltliche Aura Irene Bartolomés experimentelles Essay in elegischen Szenen voller Schmerz und Sehnsucht einfängt, gleich Relikten einer verlorenen Zukunft oder zerstörten Vergangenheit. Beide werden ununterscheidbar von einander in dem melancholischen Memento eines topographischen Gedächtnisses aus Beton, Glassplittern und Staub. Die Kamera irrt durch menschenleere Straßen und verweilt in leeren Räumen, in denen die Schatten eines lebendigen Alltags noch greifbar scheinen, selbst nachdem die Bevölkerung sie lange hinter sich gelassen hat.
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