Unten der glattpolierten Hochglanz-Bildern ist Sara Ishaqs ambitioniertes Spielfilm-Debüt geprägt von den dramaturgischen und inszenatorischen Widersprüchen einer Produktion, deren lange Entstehungsphase von der ursprünglichen Intention wenig übrig gelassen hat. Die Handlung inspirierte ein realer Ort wie die von einer Frau für Frauen geführte titelgebende Tankstelle im ländlichen Yemen. Doch deren filmisches Pendant kann nie die artifizielle Atmosphäre eines Studio-Sets abschütteln. Geplant als Doku, hat das Szenario die perfekt ausgeleuchtete Ästhetik eines Postkarten-Panoramas und den didaktischen Tenor eines Message-Movies.