“Never let the truth get into the way of a good story”, sagt Siavash Karampour in einmal vor der Kamera, durch die seine Schwester Mahsa Karampour beider belastete Beziehung reflektiert. Das Epigraph rührt an das dramaturgische Navigieren zwischen schmerzlicher Erinnerung und Eskapismus, Revisionismus und Realität. Das komplizierte Konstrukt individueller Wahrheit wird zum fragmentierten Fluchtpunkt einer (auto)biographischen Collage. In Kombination gegenwärtiger Trends des dokumentarischen Kinos entwickelt dieses experimentelle Langfilm-Debüt seine politischen Positionen aus persönlichen Perspektiven.