Solide Darstellungen mit überdurchschnittlichen Nuancen von Johansson und Driver, ein stimmungsvoller Soundtrack und realistisches Retro-Produktionsdesign, das eine verblasste Zukunft evoziert, verleihen James Grays Kriminalstück den austauschbaren Abglanz handwerklicher Kompetenz. Szenen abrupter Gewalt und gespenstischer Verunsicherung deuten an ein dramatisches Potenzial, das die konforme Story zugunsten narrativen Narzissmus und stilistischer Schemata ignoriert. Das überkonstruierte Szenario erreicht so letztlich weder die Spannung noch Dramatik, die es so verkrampft verfolgt. Rigide Gender-Bilder und Moralkonzepte stilisiert patriarchalischer Pathos zum familiären Fundament eines gemeinschaftlichen Zusammenhalts, der Xenophobie und Chauvinismus beiläufig legitimiert.
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