Vielzahl gewichtiger Themen lastet schwer auf der filigranen Handlung, die in kleinen Alltagsmomenten Hirokazu Kore-edas charakteristische sentimentale Sensibilität und soziologische Sensitivität findet. Doch die philosophische und psychologische Weite der ineinander greifenden Fragen - nach der Definition von Menschlichkeit, den Persönlichkeitsrechten der Toten, der unscharfen Grenze zwischen Heilung und Betäubung, der Kommerzialisierung privater Tragödien - sprengt letztlich den kleinen Rahmen des familiären Dramas. Gewohnt überzeugendes Schauspiel und zurückhaltende Bildsprache verleihen der ruhigen Inszenierung eine rare zwischenmenschliche Zartheit, doch die gesellschaftskritische Substanz bleibt ebenso karg wie das dramatische Momentum.
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