Interviews mit den Beteiligten, Fernseh-Berichte, Radio-Aufnahme, Stadion-Kommentare, Familienfotos und animierte Ansichtsmodelle macht Juan Cabral und Santiago Francos definierende Dokumentation zum visuell und dramaturgisch dynamischen Kinoerlebnis. Dessen straffe Struktur in symbolträchtiger Spielzeit-Länge untermauert eine gravitätische Geschichtlichkeit, die an die Schlüsselrolle von Sport in Politik und Propaganda anknüpft. Konstruktion moderner Heldenmärchen, mediale Konservierung und Kommodifikation von Erinnerungen, mystifizierter Machismo, exklusive Männerbünde, der Gedanke, einflussreiche Männerfiguren stünden über etablierten Regelwerken: all diese Motive werden reproduziert, doch nie reflektiert.
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