Wenn Barry Keoghans Charakter seiner Film-Schwester vorwirft, sie sei „so amerikanisch“ geworden, klingt das fast nach einem indirekten Eingeständnis Kantemir Balagovs. Sein filmisches Familienporträt zeigt auffällig wenig von der dialogisch beständig referenzierten tscherkessischen Gemeinde, in der die Geschichte fragiler Männlichkeit und belasteter Bindungen spielt. Diese spürbare Abwesenheit unterstreicht den Konflikt von Assimilation und Ambition. Ständig wechselnde Perspektiven, ein konzeptioneller Bruch zwischen Sozialrealismus und magischem Realismus, und unfertige Handlungsstränge schaffen ein fragmentarisches Familienalbum, schauspielerisch überzeugend, doch inhaltlich frustrierend karg.
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