Acácio de Almeidas stilisierte Schwarz-Weiß-Bilder und Jorge Arriagada und Nicolás Ahumadas melodramatisches Score verstärken den prätentiösen Symbolismus Valeria Sarmientos verstiegenen Charakterdramas. Dessen diffizile Kernthemen verdrängter Traumata, Missbrauchs in der Kindheit und der perversen Abgründe einer trügerisch einträchtigen Gemeinschaft überlasten das brüchige Handlungsgerüst. Trotz patenter Darstellungen bleiben die Figuren bleiben hohle Konturen oder psychopathologische Projektionen. Stereotype aus Romanze und Genre-Kino ziehen sich durch den unterentwickelten Plot, der seine Logiklücken und dramaturgischen Leerstellen mit prätentiöser Ästhetik zu verschleiern versucht.